Fallout-Nerds und Freunde des postapokalyptischen Rollenspiels dürfen sich kräftig die verstrahlten Hände reiben – denn „Fallout 4“ nähert sich mit großen Schritten. Der neue Teil der erfolgreichen Endzeitreihe sorgte bereits auf der Spielemesse E3 sowie der Gamescom für Jubelstürme. Die Erwartungen sind deshalb auch immens hoch, zumal die Vorgänger die Messlatte hochlegten. Aber wer Bethesda und deren Spiele kennt, weiß, dass dort keine halben Sachen gemacht werden, vor allem wenn es um die Fallout-Reihe geht. Wir haben uns schon mal einen Überblick verschafft und verraten euch, worauf ihr euch im atomarverseuchten Open-World-Abenteuer freuen könnt.

Darum geht’s:
Die Apokalypse hat euch wieder, dieses Mal führt der Endzeit-Urlaub nach Boston. Ihr schlüpft in die Haut des einzigen Überlebenden aus Vault 111. Der arme Held hockt da schon eine ganze Weile drin, nachdem 200 Jahre vorher die Menschheit sämtliche existierenden Atombomben als globale Planierraupen genutzt hatte. Wahrscheinlich per Cryoschlaf verpennte unser Überlebender die Zeit und erwacht in der Hölle der Wastelands. Denn vor seinem Vault 111 offenbaren sich das blanke Chaos und Zerstörung. So startet das neue Ödland-Abenteuer in und um Boston. Noch immer soll es darum gehen, sein eigenes Überleben zu sichern, während man anderen Bewohnern des Ödlands entweder auf die Füße tritt oder unter die Arme greift. Die von euch moralische Entscheidungskraft fordernden Quests werden ebenso zurückkehren wie die wahlweise taktisch-rundenbasierten oder shootermäßigen Scharmützel zwischen unserem Charakter und den weniger freundlichen Ödlandbewohnern.



Das ist gut/schlecht:
Was man bis dato auf dem Zettel hat, sind etliche positive alte sowie neue Dinge, die in Fallout 4 verarbeitet sind. So gibt es wieder die Wahl sowohl zwischen First- als auch Third-Person-Ansicht, wenn man in den Wastelands ums Überleben kämpft. Apropos Kampf: Wer früher plant, lebt länger gesund – das ist auch im neuen Ableger der Reihe eine wichtige Sache. Gemeint ist damit das beliebte V.A.T.S.-System, das man nicht runderneuert, aber etwas hübscher und übersichtlicher gestaltet hat.

Was ebenfalls gefällt, ist die Erweiterung des Crafting-Systems, das rund 50 Basiswaffen zur Verfügung stellt. Ein echtes Arsenal an Plasmaknarren, Lasergewehren, Raketenwerfern, Flammenwerfern, Kettensägenmessern, Baseballschlägern und Mini-Atomsprengköpfen. Um diese zu modifizieren, stehen einem bis zu 700 Upgrades zur Verfügung. Kommen die Tötungswerkzeuge zum Einsatz, wird man das neue Feature der kritischen Treffer erkennen. Hierbei wird bei jeder Attacke eine Leiste aufgeladen, ist diese gefüllt, kann man einen besonders verheerenden Angriff durchführen.

Richtig toll präsentiert sich die Charaktererstellung, die optisch verschönert wurde und inhaltlich mit dem S.P.E.C.I.A.L.-System sowie den zugehörigen Perks altbekannt ist. Wobei auch hier einiges übersichtlicher gestaltet wurde, wie die animierte Ansicht der 275 verfügbaren Perks – „Bloody Mess“ ftw! Gestrichen wurden allerdings die Fertigkeiten – die mit den Perks verschmolzen sind und levelabhängig ausgewählt oder freigeschaltet werden können.

Doch das alles ist nur ein kleiner Teil, von dem, was Bethesda uns bis dato präsentiert hat. Unser liebster Begleiter Dogmeat ist wieder dabei, es gibt unzählige Quests, jede Menge Fraktionen und ganz neu eine eigene Siedlung, die man sowohl errichten als auch erweitern kann. Auf den schwarzen Humor wird man zudem ebenso wenig verzichten müssen wie auf die Splatter- sowie Gore-Effekte im Kampf. Denn da holzt „Fallout“ auch im vierten Teil wieder mächtig los. Richtig cool ist aber mit das Wichtigste an dieser Spielreihe, nämlich die Atmosphäre. Und die scheint allem Anschein nach wieder verdammt dicht und stimmig zu sein.

Ersteindruck: Was man bereits sagen kann, ist, dass man mit Fallout 4 als Fan der Reihe oder des Genres total abgeholt wird. Die detaillierte Open World strahlt eine sehr dichte Endzeit-Stimmung aus wie ein zerstörter Reaktor, weshalb sich Fallout-Nerds wie zu Hause fühlen werden. Ansonsten gibt es viel Altbewährtes wie das V.A.T.S.-System. Es gibt allerdings auch viele neue Features und Überarbeitungen, die noch mehr Spielspaß bringen, wie etwa das erweiterte Crafting oder das Perk-System. Man muss noch warten, bis die anderen Features präsentiert werden, um zu wissen, ob Fallout 4 von Anfang bis Ende bei der Stange hält. Aber eines ist sicher, es wird wieder ein Endzeit-Rollenspiel, dass das Potenzial hat, den Thron des Genres zu erobern. Denn die Mischung aus Splatter-Geballer, Erkundung, Bastelei, Rollenspiel und so vielem mehr, ist und bleibt einfach bockstark. In diesem Sinne: Holt schon mal euren Vault-Anzug aus dem Schrank, sammelt alle Stimpaks, die ihr bekommen könnt, und macht eure Waffen scharf – Fallout 4 kommt mit ganz großen Schritten am 10. November 2015 für PS 4, Xbox One und PC!