Das ist gut:

Der Vorgänger sah, was Grafik und Inszenierung betrifft, schon ziemlich fett aus. Für „F1 2018“ hat sich die Serie aber noch ein paar Pfund angefressen. Realistisches Hitzeflimmern verzerrt die Optik, macht ihr einen Ausflug ins Beet, verunstalten Staub und Dreck eure sündhaft teuren Boliden – und wenn ihr mal die Zeit dazu habt, den Blick von der Strecke gen Himmel zu heben, fällt euch vielleicht die dynamische Wolkentechnologie auf.

Das Publikum ist aktiver und die Regenrennen versprühen neben Gischt vor allem ordentlich Renndramatik. So gut sah noch kein Formel-1-Spiel aus! Und wo wir gerade bei der Technik sind: Ob ihr euch auf der Strecke von allerlei Hilfssystemen unter die Arme greifen lasst, und „F1 2018“ wie ein Arcade-Rennspiel zockt oder euch lieber die volle Realismus-Breitseite gebt, ist allein eure Entscheidung. 

„F1 2018“ richtet sich damit ebenso an Anfänger wie an Profis und mit satten 110 Schwierigkeitsgraden garantiert auch an alle anderen dazwischen. Zudem belohnt das Spiel eure guten Leistungen, indem ihr über die Rennen verdiente Ressourcenpunkte investiert, um eure Rennsemmel via Skilltree in den vier Bereichen Strapazierfähigkeit, Chassis, Aerodynamik und Antrieb aufzuwerten. 

Spannend: Während der Saison können sich die Regeln ändern, was eine rasche Anpassung des Setups notwendig machen kann. Wer mag, darf neben dem Benzin- und Reifen-Management diesmal zudem auch das ERS-Management eigenhändig seiner Strategie anpassen. Ansonsten bildet das 2018er Update die aktuelle Saison hinsichtlich der Fahrer, Teams, Strecken und Regeln erwartungsgemäß originalgetreu nach. 

Das bedeutet, dass wir diesmal erfreulicherweise auch wieder in Deutschland unterwegs sind, während mit der Rennstrecke „Paul Ricard“ ein französischer Neuzugang zu verzeichnen ist. Und keine Sorgen: Wer am liebsten in der Cockpit-Perspektive unterwegs ist, darf das seit 2018 in der Formel 1 verpflichtende Halo-System auch deaktivieren.