Wer sich bewusst für eine fleischlose Ernährung entscheidet, tut das nicht, um dafür etwas zu bekommen. Vegetarier ist man aus Überzeugung! Und das muss man auch, denn die Umwelt reagiert mitunter etwas brüsk auf Menschen, die sich weigern, tote Tiere zu verzehren. Das nimmt man allerdings billigend in Kauf, wähnt man sich in Sachen Ernährung doch auf der gesunden Seite. Einer aktuellen Studie zufolge ist das aber ein Irrglaube.

Aus den Daten zweier Langzeitstudien, welche kürzlich an der Universität Oxford ausgewertet wurden, geht nämlich hervor, dass die Lebenserwartung von Vegetariern nicht höher ist als die von Fleischliebhabern.

Ganze 60.000 Menschen nahmen an der Studie teil. Gut ein Drittel gehörte dem bekennenden Fleischfresserlager an, ein weiteres dem Vegetarischen, und der Rest vertilgte nur ab und zu einen Kadaver oder bevorzugte Fisch. Am Ende des Studienzeitraumes waren 5.000 Teilnehmer gestorben und die Wissenschaftler resümierten, dass unabhängig von der einzelnen Todesursache kein signifikanter Unterschied in Sachen Gesamtsterblichkeit bei den verschiedenen Gruppen auszumachen war.

Diese Erkenntnis steht jedoch im Widerspruch zu einer älteren Studie, die vor gut drei Jahren im Fachblatt „Jama Internal Medicine“ veröffentlicht wurde. Hierbei attestierte man den Vegetariern und Veganern einen 12 Prozent geringere Mortalität im Vergleich zu Fleischfressern.

Welchem der beiden Ergebnisse man nun glauben schenken mag, hängt sicherlich davon ab, auf welcher Seite man in dieser Debatte steht. Und wie lange man lebt, unserer Meinung nach schlussendlich an sehr viel mehr Faktoren, als man in einer einzelnen Studie erfassen kann.