Die Erde, wie wir sie kennen, ist nicht mehr. Kein Wunder, hat sich der Mensch in „Endzone – A World Apart“ doch mit Nuklearwaffen selbst in die Endzeit gebombt. Und da stehen wir nun, in einer verseuchten Welt, die es wieder aufzubauen gilt. Dies mit einem Mix aus Aufbau-Strategie sowie Survival-Abenteuer. Was im Early Access bereits als Genre-Geheimtipp galt, entpuppt dich mit der jetzigen offiziellen Veröffentlichung als zugänglich komplexe Endzeitsimulation, die sowohl Genre-Neueinsteigern als auch Aufbau-Strategie-Profis ein Freudestrahlen ins Gesicht zaubern kann. Wir haben uns in die Postapokalypse gestürzt und verraten euch in unserem Test, was „Endzone – A World Apart“ zu einem starken Vertreter seiner Zunft macht.

Darum geht’s:

Kommen wir zuerst zur Basis von „Endzone – A World Apart“. Das Game der Gentlymad Studios siedelt in einer Welt, die nach einer weltweiten Nuklearkatastrophe mit Strahlung vergiftet ist. Dort werdet ihr vor eine riesige Aufgabe gestellt: Ihr sollte nämlich in all der Zerstörung und dem Chaos eine neue Zivilisation aufbauen. Schließlich gilt es, das Überleben der letzten verbliebenen menschlichen Kolonien auf der Erde zu schützen.

Wie im Aufbaustrategie-Genre üblich, müsst ihr mit Ressourcen und Werkzeugen Gebäude errichten, ein funktionierendes elektrisches System entwickeln und eine stabile Wasser- sowie Nahrungsversorgung aufrechterhalten. Kein leichtes Unterfangen, erst recht nicht, wenn beim Aufbau radioaktive Strahlung oder verheerende Wetterereignisse wie Sandstürme oder Dürre eure Siedlung bedrohen.

Das ist gut/Das ist schlecht:

Der Spielstil von „Endzone – A World Apart“ gründet auf dem von altbewährten Aufbausimulationen. Eine feine Sache, da sich hier Genrefans recht schnell wie zu Hause fühlen. Es wird dann noch eine ordentliche Portion Survival-Abenteuer hinzugefügt, um ein abwechslungsreiches, aber auch ordentlich komplexes Spielerlebnis zu gewähren. Diese Vielschichtigkeit bereitet jedoch durch ein gutes Tutorial sowie eine perfekte, stetig ansteigende Lernkurve keinerlei Kopfzerbrechen.

So beginnt man den Platz seiner Siedlung zu suchen, die ersten Wohnhäuser zu errichten und dann funktionierende Warenkreisläufe zu erschaffen. Ihr baut Straßen, eine Lagerstätte, eure Bewohner bestellen Felder, um Nahrungsmittel zu produzieren, die ersten Siedler besorgen Wasser. Das alles entwickelt sich fortan immer weiter mit der Erschließung neuer Rohstoffe.

Es können insgesamt bis zu 70 verschiedene Gebäudetypen errichtet werden, je nach Forschungsstand natürlich. Kenner der Aufbaustrategie sehen hier Altbewährtes. In „Endzone“ kommt es dazu aber immer wieder zu bösen Stolpersteinen in der Entwicklung euerer Kolonie, die euch vor echte Herausforderungen stellen.

So können plötzlich auftretende Dürren nicht nur dafür sorgen, dass eure Wasserquellen austrocknen, sondern eben auch eure Felder verdorren. Die Hitze kann eure Bewohner dahinraffen und Hungersnöte gebären, bei denen eure Bewohner verschmachten. Da wird dann schnell zum Regengott gebetet. Doof, wenn besagter Niederschlag dann zwar einsetzt – dieser aufgrund der nuklearen Postapokalypse jedoch verstrahlt ist.

Dies kann eure Siedler wiederum krank machen bis hin zur Unfruchtbarkeit. Also denkt an ein Krankenhaus und daran, den kontaminierten Boden zu reinigen. Während man mit derlei Undingen ringt, diese meistert, dabei stets seine Siedlung weiterentwickelt und sich um seine Bewohner kümmert, steht schon die nächste Katastrophe ins Haus. Genau das macht „Endzone – A World Apart“ so anders, muss man hier doch mit seinen Siedlern in dieser unwirklichen Welt durchweg ums Überleben kämpfen.

Darüber hinaus entsendet ihr kleine Trupps auf Expeditionen an weit entfernte Orte und erledigt für eure Einwohner kurzweilige Nebenaufgaben. Das macht Laune, biete Abwechslung und gestaltet sich als wunderbar herausfordernd. Hier wurde perfekt eine funktionierende Symbiose aus Aufbau-Strategie und Survival-Abenteuer geschaffen: In einem atmosphärisch dichten Setting mitsamt detaillierter Endzeit-Optik, welches an eine Mischung aus „Mad Max“ und „Fallout“ erinnert.

Fazit: Schlussendlich betretet ihr in „Endzone: A World Apart“ eine knallharte Welt, die euch fordern wird. Auch wenn das grundsätzliche Spielerlebnis keine großartigen Innovationen bereithält, bietet das Game einige eigenständige Features, die euch ein glaubwürdiges Postapokalypse-Spielerlebnis bescheren: Unzählige Stunden Spielspaß und ein genialer Mix aus Aufbau-Simulation & Survival-Abentuer erwarten euch und das Ganze auch noch "made in Germany"!

 „Endzone - A World Apart“ ist ab sofort als Download auf Steam und GOG erhältlich.