Das ist schlecht:

Im Vorfeld wurde „Dirt 5“ mit einer Story beworben, die sich im Wesentlichen jedoch auf zwischen den Rennen eingespielte Podcasts beschränkt. Jene sind mit Nolan North und Troy Baker als Sprechern zweifelsohne prominent besetzt, dennoch bleibt im Kern hohles und wenig unterhaltsames Gequatsche, das in der deutschen Synchro sogar noch dünner rüberkommt und dem Spiel in keinerlei Hinsicht dienlich ist.

Damit bleibt eine im Kern eher nüchtern präsentierte Karriere ohne großartige dramaturgische Höhe- oder Tiefpunkte, in der sich Rennen an Rennen reiht. Zum „Schnell mal eben eine Runde“-Charakter von „Dirt 5“ passt das Konzept aber ganz gut.

Etwas wankelmütig haben wir indes die KI empfunden. Während man den Gummiband-Effekt mittlerweile resigniert seufzend fast schon als gegeben annimmt, erklärt dieser nicht die teils argen Schwankungen im Schwierigkeitsgrad, die uns mache Rennen fast schon im Schlaf gewinnen lassen, nur um uns dann wieder mit nahezu unschlagbaren Gegnern zu triezen.

Grafisch werden wir zwar einerseits mit schicken Fahrzeugmodellen und Panoramen verwöhnt, andererseits macht die Technik da nicht immer mit. So kam es immer wieder zu Einbrüchen in der Bildrate sowie zu unschönem Tearing. Mal schauen, wie der Fun-Raser sich auf der neuen Konsolengeneration schlagen wird.

Fazit:

Wenig Rallye, dafür aber verdammt viel Spaß! „Dirt 5“ bietet anarchisches Offroad-Fahrvergnügen ohne Simulationsballast, und weiß vor allem in Sachen Streckendesign, Wettereffekte und Abwechslung zu gefallen. Die Story ist jedoch Murks und auch die Technik kommt mitunter ins Stolpern. Alles in allem aber ein Riesenspaß für alle Raser, die gerne im Dreck spielen.

„Dirt 5“ ist für PS4, Xbox One und PC erhältlich. Demnächst auch für die Next-Gen-Konsolen.