Das ist gut:

Man kann es gar nicht oft genug betonen: Obschon „Dirt 5“ aus der ursprünglichen „Colin McRae“-Reihe hervorgegangen ist, werdet ihr hier keine Rallyes fahren. Stattdessen präsentiert sich die Karriere als Event-Baum mit über 120 Rennveranstaltungen in neun verschiedenen Kategorien.

Während es die meiste Zeit gilt, sich in mehreren Runden gegen die anderen Fahrer und die landschaftlichen Bedingungen der teils wilden Streckenführung zu behaupten, seid ihr zuweilen auch mal alleine auf Parcours unterwegs, die viel Feingefühl erfordern, oder müsst euer fahrerisches Können auf Strecken beweisen, die komplett vereist sind.

An Abwechslung mangelt es im Laufe der Karriere also nicht, zumal ihr stets mehrere Renn-Typen angeboten kommt, sodass ihr ggf. ungeliebte Wettbewerbsarten – wie in unserem Falle zum Beispiel das driftlastige Gymkhana – vollkommen außer acht lassen könnt.

Zudem entscheidet nicht ausschließlich die Platzierung über den Fortschritt, sondern ebenso das Erfüllen von optionalen Bonuszielen während der Rennen, so wie es bereits „Project Cars 3“ gehandhabt hat. Fahrt eine bestimmte Zeit so und so schnell, sammelt eine vorgegebene Anzahl an Sekunden in der Luft, führt das Feld lange genug an oder fahrt gar rückwärts durchs Ziel.

Die bei den Rennen verdiente Kohle wird indes benötigt, um euren Fuhrpark zu erweitern. Großartig aufmotzen, und damit auch für spätere Rennevents in Form halten, lassen sich die über 60 offiziell lizensierten Offroad-Maschinen nämlich nicht, lediglich optisch ein wenig eurem Geschmack anpassen. Sorgt also dafür, immer das richtige Fahrzeug in der Garage zu haben, unterscheiden diese sich in Sachen Leistung und Fahrgefühl doch teils deutlich voneinander.

Auch ein Schadensmodell ist mit an Bord, welches jedoch keinen wirklichen Einfluss auch das Fahrverhalten hat. Tut euch also keinen Zwang an und rempelt euch an die Spitze des zwölfköpfigen Fahrerfeldes. Die aggressive KI nimmt auf euch ja schließlich auch keine Rücksicht.

Auf der Strecke sind die anderen Fahrer aber nicht immer das größte Problem, gilt es doch stets die Tücken des teils unwegsamen Terrains zu meistern, welches erwartungsgemäß eher selten asphaltierte Abschnitte bietet. Stattdessen traktieren Schlamm, Schotter, Schnee, Eis und auch Wüstensand eure Reifen in neun verschiedenen Locations rund um den Globus, wie Brasilien, Marokko, China, Norwegen oder auch New York City.

Dabei verwöhnen nicht nur dynamische und teils wunderschön anzusehende Tag-Nacht-Wechsel euer Auge, auch das Wetter kann sich mitunter rapide ändern, sodass ihr es im Zuge eines Gewitters plötzlich mit nasser Fahrbahn zu tun bekommt, oder euch Schnee- beziehungsweise Sandstürme die Sicht rauben.

Gefreut haben wir uns zudem über einen lokalen Splitscreen-Modus, sowie den passenderweise „Playground“ genannten Baukasten für selbsterstellte Strecken und wilde Hindernisparcours. Die Qualität dieser steht und fällt wie üblich bei solchen Features mit der kreativen Lust des Spielers. Da Kreationen aber online mit der Community geteilt werden können, steht selbst vollkommen fantasielosen Geistern quasi ein unendlicher Nachschub zur Verfügung.

Und auch sonst könnt ihr auch online neben den klassischen Rennvarianten in zwei speziellen Multiplayer-Party-Modi austoben, welche wir zum Testzeitpunkt jedoch noch nicht ausprobieren konnten.