Das ist gut:

In Sachen Spielmodi ist für Abwechslung also gesorgt, und auch der Umfang von „Project Cars 3“ kann sich mit über 200 Autos und mehr als 120 Strecken-Layouts durchaus sehen lassen. Ein Teil der Kurse besteht dabei aus real existierenden – und oft erfreulich unverbrauchten – Rennstrecken, der andere ist den Köpfen der Entwickler entsprungen, was wir persönlich ob der Freiheit in der Gestaltung immer sehr begrüßen.

Im Zuge der neuen Ausrichtung in Richtung Arcade wurde die Pad-Steuerung im Vergleich zu den Vorgängern deutlich verbessert, so dass auch Spieler ohne teure Lenkrad-Peripherie die Wagen nun vollumfänglich im Griff haben und elegant durch Haarnadelkurven driften. Inwieweit euch dabei Fahrhilfen unter die Arme greifen, bleibt euch überlassen.

Habt ihr alle Helferlein aktiviert, genügt es fast schon, einfach nur Gas zu geben und die Augen zu schließen. Irgendwo in der Mitte helfen die angezeigten Brems-, Scheitel- und Auslenkpunkte durch die Kurven und verlasst ihr euch schließlich auf euer eigenes Können, wird es insbesondere mit und gegen die hochgezüchteten PS-Monster der höheren Klassen recht knifflig. Kleinste Fahrfehler können das Rennen hier schon früh entscheiden, zumal auf eine rettende Rückspulfunktion verzichtet wurde.

Interessant ist, dass in den Rennen von „Project Cars 3“ nicht unbedingt eine Platzierung auf dem Podium entscheidet. Wollt ihr in die nächste Liga aufsteigen und weitere Events freischalten, liegt das Augenmerk vielmehr auf der Erfüllung kleinerer Ziele, während ihr eure Runden dreht. So sollt ihr zum Beispiel eine bestimmte Zahl perfekter Kurven fahren, innerhalb einer gewissen Zeit soundso viele Fahrer überholen oder eine vorgegebene Weile im Windschatten absolvieren.

Wer will, kann sich freilich zum finalen Event vorkämpfen, um sich schließlich zum Champ küren lassen, für den reinen Fortschritt ist es aber nicht unbedingt nötig, alle Rennen der einzelnen Klassen und Veranstaltungen zu absolvieren.

Dank der allseits auf euch einprasselnden Erfahrungspunkte bleibt außerdem selbst ein verlorengeglaubtes Rennen noch lohnenswert. Für so ziemlich jedes gute Manöver gibt es sowohl Punkte für euch als Fahrer als auch für den Wagen, den ihr gerade fahrt. Letzteres ist insofern spannend, als dass euch ein hoher Fahrzeuglevel einen Rabatt auf Tuningteile gewährt. Somit ist es kein Problem, einem Wagen die Treue zu halten und ihn durch die einzelnen Klassen zu tunen.