Das ist gut:

„Maneater“ möchte ein Open-World-Spiel sein und verknüpft dazu sieben verschiedene Areale zu einer frei beschwimmbaren Spielwiese, die wir uns im Spielverlauf immer weiter erschließen. Zwar können wir dabei durchaus auch an Land springen und uns dort hüpfend fortbewegen, allerdings geht uns dann irgendwann die Luft, beziehungsweise das Wasser aus, und wir nehmen Schaden.

Und so wuchten wir uns nur an Land, wenn es dort eine bestimmte Anzahl Menschen zu fressen gilt oder einer der obligatorischen Sammelgegenstände lockt, und verbringen die meiste Zeit naturgemäß im Wasser, wo unser Hai mit geschmeidigen und kraftvollen Bewegungen seiner Beute nachstellt.

Jene finden wir in Form allerlei Meereslebewesen vor. Fische, Schildkröten, Alligatoren und später kommen sogar noch andere Haie und Wale hinzu. Erstgenannte Kandidaten sind dankbare Beutetiere, die uns beim Verzehr nicht nur mit einem Schub Lebensenergie versorgen, sondern auch Rohstoffe liefern, welche wir für evolutionäre Upgrades nutzen können.

Ohne diese sind wir den anderen Raubtieren kaum gewachsen, und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Durch das Vertilgen kleinerer Tiere, das Aufspüren von Beutekisten, Landmarken und Sammelgegenständen sowie natürlich das Absolvieren von Story-Aufgaben steigen wir im Level auf, bis wir vom Jungtier zum Teenager heranreifen und erweitern damit unseren Speiseplan. Zum Entwickeln sowie dem Anlegen und Verbessern von verdienten Upgrades begeben wir uns in sichere Unterwasserhöhlen, die in den Arealen verteilt als Schnellreisepunkte fungieren.

Verbesserungen wie ein elektrisches Gebiss, ein knöchernes Außenskelett oder eine Schwanzflosse, mit der wir Giftschaden austeilen können, erhalten wir durch das Erfüllen von Quests, Sammelaufgaben oder auch das Eliminieren besonderer Jäger, die immer dann auf den Plan treten, wenn wir unter den Menschen ausreichend Chaos angerichtet haben und damit im sogenannten „Niedertrachtsrang“ aufgestiegen sind.

Als Waffen steht uns neben dem messerscharfen Gebiss noch besagte Schwanzflosse zur Verfügung, mit der wir nicht nur Hiebe austeilen, um Gegner zu betäuben, sondern gepackte Beute wie einen Baseball wegkatapultieren können. Jene können wir auch wie wild in unserem Maul hin und her schütteln, und so die Lebensenergie effektiv minimieren.

Während wir Schildkröten ohne große Gegenwehr knacken und für so machen Fisch lediglich ein-zwei Bissen brauchen, zeigen sind andere Meeresräuber äußerst aggressiv und greifen uns ihrerseits an. Menschliche Jäger kündigen ihre zunehmend schwereren Angriffe – aus läppischen Harpunen wird irgendwann Dynamit – mit einer Zielmarkierung an.

Vollführen wir rechtzeitig eine Ausweichrolle, werden wir nicht getroffen. Steckt ihr dennoch zu viel Schaden ein und schafft es nicht, die Boote rechtzeitig zu versenken, sendet einfach einen Sonar-Ping aus, der euch Beute in der Nähe anzeigt, und flüchtet, um euch einen kraftspendenden Snack zu gönnen.

Habt ihr alle Aufgaben eines Gebietes erfüllt, müsst ihr euch dem dortigen Spitzenprädator stellen, einem ganz besonders garstigen Exemplar des im jeweiligen Biom heimischen Raubtiers. Ist auch dies geschafft, können wir uns für einen Augenblick entspannen und in Form einer Zwischensequenz ansehen, wie es mit Scaly Pete weitergeht.