Mit UFC 2 wagt sich EA Sports ein weiteres Mal ins ebenso harte wie populäre MMA-Metier und forderte im Zuge einer Closed Beta zum Duell. Wir ließen uns natürlich nicht lange bitten und sprangen für euch ins digitale Oktagon. Hier unsere ersten Eindrücke.

Darum geht's

Wer die Vorgänger nicht kennt, lässt sich im gelungenem Practice Mode erst einmal die Grundlagen beibringen. Diese sehen auch in UFC 2 so aus, dass jedem der vier Buttons ein spezielles Körperglied zugeordnet ist. Mit den Triggern und Bumpern variiert man die Höhe des Angriffes, während der linke Stick aus einem plumpen Punch einen Jab oder Uppercut macht. Wichtig dabei ist, dass eure Attacken je nach Wucht Ausdauer erfordern, so dass die muskulösen Avatare unverbesserlicher Button Masher schnell erschöpfen und sich entsprechend früh am Boden wiederfinden. Hat euer Gegner euch dort im Haltegriff, entscheidet sich der Clinch über ein Mini-Game, welches mit dem rechten Stick gesteuert wird und entweder dazu führt, dass ihr euch befreit, beziehungsweise dem dominanten Part verschiedene Griffe erlaubt.



Wer auf dieses sogenannte „Ground Game“ keine Lust hat, darf im fertigen Spiel aber auch den KO-Modus wählen, wo auf Kinkerlitzchen wie Grapples und Clinches gänzlich verzichtet wird, und ihr euch ganz einfach so lange prügeln könnt, bis einer umkippt. Am interessantesten dürfte aber der Ultimate Team Modus werden, in dem ihr mit bis zu fünf selbstgestalteten Recken Münzen verdient. Diese werden dann in Trading Cards investiert, die mit Perks vergleichbar sind und eure Zöglinge immer stärker machen. FIFA-Kenner wissen Bescheid. Auch der Karrieremodus wurde überarbeitet, und die größte Neuerung offenbart sich gleich beim ersten Blick auf das Cover: die Implementierung weiblicher Kämpferinnen.

Das ist gut

Das strategische Kampfsystem ist zwar schnell begriffen, erfordert aber dennoch eine gewisse Einarbeitungszeit. Und das ist auch gut so! Denn wie im wahren Leben wird im Ring schnell deutlich, wer Profi und wer Anfänger ist. Grafisch macht der Titel erwartungsgemäß bereits eine gute Figur und legt insbesondere bei der Darstellung der Kämpfer und deren Leid in Form von Schweiß und Blut viel Wert auf Realismus. Wir freuen uns schon darauf, online gegen die zu erwartende Vielzahl via Editor kreierter Hünen und Amazonen anzutreten und ihnen … pardon, aber so ist es nun einmal … die so liebevoll gestalteten Visagen blutig zu prügeln.

Das ist schlecht

Wieder einmal werden sich die Geister am Clinch-System scheiden. Mit Blick auf die eingeblendeten Mini-Game Symbole entgeht einem nun einmal der eigentliche Kampf am Boden. Doch wie gesagt: Wem das ein Dorn im Auge ist, der kann ja den KO-Modus spielen.

Ersteindruck: UFC 2 erfindet den MMA-Kampfsport zwar nicht neu, führt aber sinnvolle Neuerungen ein, die der Serie weitere Fans bescheren und auch alte Hasen zufriedenstellen dürften. Freut euch neben weiblichen Kämpferinnen besonders auf den Ultimate Team Modus! UFC 2 erscheint am 17. März für PlayStation 4 und Xbox One!