Ein Wiedersehen mit dem Teufel: „Diablo 2: Resurrected“ im Test für PS5 und Xbox Series – Will man einen mehr als 20 Jahre alten Klassiker in moderner Technik wiederauferstehen lassen, stehen Entwickler vor einem großen Problem: Macht man sich den Aufwand eines Remakes und verprellt damit gegebenenfalls die eingeschworene Fangemeinde des Originals, oder pimpt man einfach nur die Grafik etwas auf und geht damit das Risiko ein, neue Käufergruppen zu verschrecken? Für die Neuauflage von „Diablo 2“, einen DER Klassiker überhaupt, hat man sich für eine Art Mittelweg entschieden. Ob das eine gute Entscheidung war, verrät euch unser Test.

Darum geht’s:

„Diablo 2“ zählt zu den einflussreichsten Spielen aller Zeiten und hatte kurz nach seinem Erscheinen im Jahr 2000 bereits eine riesige Fangemeinde um sich geschart, die dem Titel teilweise bis heute noch die Treue hält. Dabei ist das Spielprinzip des Action-Rollenspiels im Fantasy-Gewand eigentlich recht simpel: Sucht euch aus unterschiedlichen Klassen eine Spielfigur, erforscht damit zufällig generierte Maps und kloppt auf der Suche nach besserer Ausrüstung Monster wie am Fließband platt.

Diese einfache Grundprämisse wurde seinerzeit jedoch so bombastisch präsentiert und spielerisch so gut umgesetzt, dass unzählige PC-Spieler um die Jahrtausendwende der berühmt-berüchtigten Loot-Suchtspirale nur allzu gern verfielen und „Diablo 2“ zum absoluten Kultspiel avancierte.

Von der weitgehend unbeachteten Umsetzung des Erstlings auf die erste Playstation einmal abgesehen, sollten Konsolenspieler von alldem jedoch nichts mitbekommen, starteten diese ihre „Diablo“-Karrieren doch erst mit dem dritten Teil im großen Stil. „Diablo 2: Resurrected“ schließt nun aber endlich diese Lücke und erzählt damit erstmals auch Konsoleros die Geschichte um den mysteriösen Wanderer. Und das so gut wie nie zuvor.