Das ist schlecht:

Man wird jedoch nur dann Freude mit „Detroit: Become Human“ haben, wenn man dieser Mischung aus selbstablaufenden Filmsequenzen, Quick-Time-Event-lastigen Action-Passagen und dem mitunter hakeligen Untersuchen von begrenzten Arealen etwas abgewinnen kann. Zwar offenbaren durch ausgiebiges Erforschen der Spielumgebung entdeckte Objekte, wie etwa ein Waffe in der Schublade, erstaunlich viele Optionen im weiteren Verlauf, der spielerische Anspruch bleibt aber selbst auf dem höheren Schwierigkeitsgrad stets gering. Die größte Herausforderung ist das schnelle reagieren in Szenen, die euch nur ein knappes Zeitfenster für eine Wahl lassen, und das Ringen mit der eigenen Moral und Ethik.

Es ist zwar angenehm, dass Cage seine Message diesmal nicht mit dem Presslufthammer serviert, dennoch kommt auch „Detroit: Become Human“ nicht ohne Klischees aus, die fast so alt sind, wie das Filmbusiness selbst. Der versoffene Cop, der einst zu den Besten zählte, der drogensüchtige Vater, der sich an seiner Tochter vergeht und selbst das Grundthema der Androiden, die plötzlich Menschenrechte einfordern, ist nicht unbedingt originell. Narrativ watet man insgesamt durch eher seichtes Wasser, was der emotionalen Wirkung jedoch nur begrenzt Abbruch tut. 

„Detroit: Become Human“ ist ab sofort exklusiv für Playstation 4 erhältlich.

Hochspannend, bewegend und ganz großes Kino! Das neueste Werk aus der Quantic Dream-Traumfabrik ist nicht nur in audiovisueller Hinsicht ein wahres Meisterwerk geworden, sondern setzt auch hinsichtlich der Entscheidungsfreiheit neue Maßstäbe. Der spielerische Anspruch in jedoch abermals äußerst gering und die Geschichte mit abgenutzten Klischees gespickt. Nichtsdestotrotz ein absoluter Atmosphäre-Hammer, den ihr garantiert mehr als einmal spielen werdet!