Das ist schlecht:

Da man am eigentlichen Spieldesign nicht gerüttelt hat, ist dem Titel stets anzumerken, dass er aus der Playstation-2-Ära stammt. Auch wenn es ganz wunderbar gepasst hätte, gibt es hier eben noch keine zusammenhängende offene Welt zu erkunden, und die Missionen enden mitunter arg abrupt. Da ist man heutzutage freilich ein weitaus eleganteres Narrativ gewohnt.

Zudem sind die Ziele reichlich eng gesteckt und geben euch minutiös einen klaren Lösungsweg vor, den nicht einzuhalten direkt mit Missionsabbruch bestraft wird. Die Aufgaben wiederholen sich recht bald und der mitunter arg platte Humor wirft die Frage auf, an welche Zielgruppe genau sich das Spiel inhaltlich eigentlich richtet.

Auch optisch hätte man gut daran getan, den Grad des Cartoonesken eher etwas zurückzufahren, wirken die Menschen doch nicht zuletzt ob der starren Mimik und der hölzernen Animationen mitunter wie alberne Kasperlefiguren, von denen es zudem nur recht wenig unterschiedliche Typen gibt.

Insgesamt ist „Destroy all Humans!“ mit acht bis zehn Stunden Spielzeit für heutige Verhältnisse zwar recht schnell durchgezockt, etwas Abhilfe schaffen da die neuen Herausforderungen, die in bereits absolvierten Gebieten auf euch warten und reiche Ausbeute an DNS versprechen.

Fazit:

Gelungenes Remake eines gewollt trashigen Klassikers, das trotz der technischen Verjüngungskur eng am eigenwillig charmanten Original bliebt. Laune macht die ungehemmte Zerstörungsorgie auch heute noch, so dass diverse inhaltliche und spielerische Mängel zwischen schreienden Menschen und einstürzenden Häusern schnell vergessen sind.

"Destroy all Humans!" ist für Playstation 4, Xbox One und PC erhältlich.