Bei Bungie geht man keine Risiken ein. Ein Schneider fängt ja auch nicht plötzlich mit dem Brotbacken an, dachte man sich dort, und tat, was man am besten kann: Ein Ballerspiel entwickeln. Und weil es derzeit so en vogue ist, werden dabei fleißig Genres vermengt.

Darum geht's:

Wenn man sich die Shooter-Landschaft so anschaut, ist es kein Wunder, dass Hersteller eben jener auf Singleplayer-Kampagnen gerne verzichten, für deren inhaltliche Tiefe sie schließlich immer wieder ausgelacht werden. Doch Destiny will anders sein. In diesem Ego-Shooter-Rollenspiel seid ihr in einem lebendigen Universum 700 Jahre in der Zukunft unterwegs, dessen Hintergrundgeschichte nur nebulös als 'mystisch' beschrieben wurde, und von der Essenz her angeblich mit Großkalibern wie 'Star Wars' und 'Herr der Ringe' mithalten kann. Spielerisch dürfen wir das Abenteuer sowohl alleine angehen, als auch für gesellige Koop-Runden ein Team zusammensuchen, das uns zur Seite steht. Zur Wahl stehen drei Klassen: die militanten Menschen, die ätherischen Awokens sowie die roboterartigen Exos. Ist die Wahl getroffen, legen wir die Klasse fest. Als Hunter spielt ihr eine Art Kopfgeldjäger, der Warlock nutzt Jedi-artige übernatürliche Fähigkeiten, na ja und der Titan erklärt sich vermutlich von selbst.

Das ist gut:

Während wir im eigenen Raumschiff durch das Sonnensystem pflügen, soll sich die Spielwelt unabhängig von unseren Aktionen weiterdrehen. Dadurch bleibt das Spiel dynamisch und soll dem Zocker je nach Lust und Laune eine Vielzahl an Aktivitäten bieten. Anstatt also nur stur der Hauptstory zu folgen, können wir unseren Forscherdrang ausleben und so zum Beispiel auf Venus und Mars uralte Ruinen erforschen. Bedenkt man die weitläufigen Landschaften, mit Karten, die ein bis zwei Quadratkilometer groß sein werden, gibt es diesbezüglich wohl genug zu tun. Und natürlich dürfen wir unseren Charakter bis ins kleinste Detail modifizieren. Wir hoffen, dass dies auch für unser Raumschiff gelten wird.

Das ist schlecht:

Ohne Hand angelegt zu haben, kann man über den spielerischen Gehalt nur mutmaßen. Allerdings muss man sich darüber vermutlich keine Gedanken machen, schließlich handelt es sich um ein Spiel der Halo-Macher. Ergo können wir was Kritik betrifft zunächst lediglich mit den Schultern zucken und abwarten, ob und wie sich die vielen ambitionierten Ansätze von Destiny zu einem homogenen Ganzen fügen.

Neben Titanfall die neue Ballerhoffnung. Ambitionierter Open-World-Rollenspiel-Egoshooter mit MMO-Anleihen. Erforscht als Verteidiger der letzten Menschensiedlung alleine oder im Team ein dynamisches Sonnensystem der Zukunft und erfreut euch ebenso an einer ausgefeilten Geschichte, wie an epischen Gefechten in weitläufigen Landschaften.