Volle sechs Jahre mussten Extremsportfans auf einen Nachfolger von „Steep“ warten, den letzten großen Vertreter des Genres. Mit „Riders Republic“ soll diese Sehnsucht gestillt werden. Hierfür setzt Ubisoft auf altbewährte Konzepte und mischt dem Ganzen ordentlich Chaos bei. Wie gut das umgesetzt wurde, verraten wir in unserem Test.

„Riders Republic“ möchte die doch recht spärlich besetzte Nische der Extremsportspiele erobern und ist dabei vor allem genau das – extrem. Ob man nun mit dem Bike wahnwitzige Abhänge hinunter rasen, auf Skiern durch die Luft wirbeln oder mit dem Wingsuit durch schmale Felspalten brettern möchte: „Riders Republic“ bietet zahlreiche Möglichkeiten, den virtuellen Adrenalinrausch auf der heimischen Couch zu erleben.

Spielwelt als Trumpfkarte

Das Highlight des Spiels stellt dabei die fantastische Open World dar. Diese verbindet sieben realistisch nachgebaute US-Nationalparks und liefert alles von verschneiten Gebirgsgipfeln, über dichte Wälder, bis hin zu atemberaubenden Canyons. Eine Welt, die es verdient, erkundet zu werden. Und das lohnt sich!

Getreu dem bewährten Ubisoft-Prinzip ist auch „Riders Republic“ vollgepackt mit versteckten Sammelobjekten und zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die es abzuklappern gilt. Was oft als lästige Nebenaufgabe abgetan wird, gelingt in dieser Welt jedoch besser.

Wenn man am Rande eines Canyons stehend in die Tiefe blickt, während die Sonne langsam hinter den Felsen verschwindet und andere Spieler im Wingsuit vorbei rauschen, schafft Ubisoft einen Moment, der zum Verweilen einlädt.

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Doch selbst die schönste Spielwelt wäre nur halb so viel wert, wenn sie nicht die nötigen Tools böte, um sie angemessen erleben zu können. Hier besticht „Riders Republic“ durch Vielseitigkeit. Die Karriere ist aufgeteilt in fünf Disziplinen.

Man tritt mit dem Bike oder auf Ski/Snowboard jeweils in zahlreichen Race- oder Trickevents gegen die virtuellen Geister anderer Spieler oder direkt gegen Freunde an. Zu Luft messen wir uns im Wingsuit darin, wer durch die engsten Felsformationen rasen kann. Und wem mit 200 km/h durch ein steinernes Nadelöhr zu brettern noch zu öde ist, der schnallt sich einfach noch einen Raketenantrieb auf den Rücken.

Durch die verschiedenen Events verdient man dabei Sterne, Erfahrungspunkte und Kohle. Damit schaltet man dann weitere Aufgaben und verbesserte Ausrüstung frei. Diese wird benötigt, um sich mit besseren Gegnern und vor allem online messen zu können.