Einer wirklichen Ausdauerleiste entspricht dies nicht, aber es zwingt euch, umsichtig zu agieren. Zwar passiert es immer mal wieder, dass eine Angriffskombo in die falsche Richtung geht, generell machen die dynamischen Kämpfe aber ordentlich Laune. Insbesondere wenn es gegen die großen Bosse geht, sind Lernwillen, Geduld und der gekonnte Einsatz der immens wichtigen Ausweichrolle essentiell.

Sind die wenigen Trefferpunkte unserer Krähe aufgebraucht, werden wir stets an der zuletzt durchschrittenen Tür wiederbelebt. Wie gut also, dass in den Level und Dungeons stets mehrere davon zu finden sind und die Laufwege dank der Abkürzungen stets kurz bleiben. Das Leveldesign versprüht dadurch fast schon einen Hauch „Dark Souls“. Ebenso die gesammelten Seelen, welche uns im Büro als Währung für verbesserte Charakterwerte, wie stärkerer Angriff oder schnellere Ausweichrollen, dienen. Doch keine Sorge: Nach eurem Tod befinden sich alle gesammelten Seelen immer noch in eurer Tasche.

Grafisch gibt sich „Death’s Door“ zweckmäßig, weiß mit seinem sympathischen und unaufdringlichen Look aber dennoch zu gefallen – zumal das Spiel in einem technisch nahezu perfekten Zustand daherkommt und sich während unserer ausgiebigen Testphase keinerlei Bugs erlaubte.

Sehr gut gefallen hat uns auch die gelungene Musikuntermalung, die mit mal sanften, mal treibenden Klängen das Spielgeschehen akustisch passend begleitet und dabei gut ins Ohr geht. Schön auch, dass den teils skurrilen NPCs und Bossen stets eine kleinere Geschichte mit auf den Weg gegeben wurde, angesichts derer uns unsere Taten als Schnitter mitunter fast schon leidgetan haben.

Generell behandelt „Death’s Door“ das übergeordnete Thema Tod auf eine äußerst respektvolle Art und Weise, ohne dabei die gute Laune außer Acht zu lassen. Das Spiel erzählt in wenigen und vor allem sehr verständlichen Worten von der Angst vor dem unausweichlichen Ende, aber auch davon, dass diesem nicht ausschließlich nur ein Schrecken innewohnt. Das muss man auch erst einmal hinbekommen.

Fazit:

„Death’s Door“ ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie gut sich kleinere Indie-Produktionen mittlerweile spielerisch mit den gängigen AAA-Titeln messen können. Die akribische Hingabe der Entwickler für ihr Werk ist in jeder Pore dieses wunderbaren Action-Adventures zu spüren, welches sich in Sache Gamedesign fast schon in olympische Zelda-Sphären aufschwingt. Noch ein bisschen Metroidvania hier, etwas Souls-Flair da, und fertig ist ein Hit, der uns von der ersten bis zur letzten Minute unterhalten hat. Das gelingt vielen der „Großen“ dieser Tage nicht.

„Death’s Door“ ist für PlayStation 5, PlayStation 4, Xbox Series, Xbox One, Nintendo Switch und PC erhältlich.