Das ist gut/schlecht:

Mit dem Ziel vor Augen, die namensgebende Todestür zu öffnen, starten wir unsere Suche nach den dafür benötigten drei Riesenseelen vom Gelände unseres Jenseits-Büros aus, welches in schwarz-weiß gehalten als eine Art Levelhub fungiert.

Im Laufe der rund 12- bis 15-stündigen Geschichte öffnen sich von hier aus immer weitere Türen, die uns in verschiedene Biome der Spielwelt führen. Mal sind wir in einem dichten Wald unterwegs, mal auf einem verschneiten Berggipfel, dann kämpfen wir uns durch eine überflutete Festung oder die Villa einer Hexe.

In 3D-Iso-Optik gehalten, zitiert „Death’s Door“ dabei gekonnt die klassische Zelda-Formel und erinnert von daher nicht zufällig an das grandiose Remake von „Link’s Awakening“. Die verwinkelten Areale mögen im ersten Moment vielleicht verwirren, sind aber so clever designt, dass man sich an der fehlenden Karte bald kaum noch stört. Alle paar Meter eröffnet sich eine neue Abkürzung, kleinere Umgebungsrätsel führen zu versteckten Schätzen und so mancher Weg öffnet sich wie in einem Metroidvaina gar erst beim wiederholten Besuch mit neuen Fähigkeiten.

Im Laufe des Spieles bekommen wir nämlich immer mehr Werkzeuge an den Flügel, welche nicht nur dem Kampf, sondern auch dem Vorankommen dienen. So lassen sich mit dem anfänglichen Bogen einerseits Gegner aus der Ferne aufs Korn nehmen, andererseits aber auch ansonsten unerreichbare Kristalle aktivieren. Mit dem Feuerball setzen wir Feinde aber auch Lagerfeuer in Brand, wodurch sich – Überraschung – ebenfalls verborgene Wege öffnen. Bomben sprengen markiere Wände, mit Enterhaken überwinden wir Abgründe.

Für den Einsatz dieser Fernwaffen stehen uns vier Punkte einer Leiste zur Verfügung. Sind diese verbraucht, müssen sie durch Nahkampfattacken wieder aufgefüllt werden. Ein kluger Kniff, der den Kämpfen gegen die mit immer neuen Angriffsmustern aufwartende Feindesschar eine Prise Taktik verleiht.

Neben den besagten Werkzeugen stehen unserem Schnitter – so ihr diese denn findet – mehrere Waffen zur Verfügung, die sich in Stärke, Reichweite und auch Schwung unterscheiden. Könnt ihr mit dem anfänglichen Schwert beispielsweise dreimal hintereinander rasch zuschlagen, erlauben die Dolche vier Angriffe in schneller Folge, der mächtige Hammer dagegen nur zwei. Nach diesen Combos benötigt es einen kurzen Augenblick, bis ihr wieder attackieren könnt.