Das ist gut/schlecht:

Präsentierte sich das erste „Darksiders“ noch als „Zelda“-inspiriertes, dabei aber vergleichsweise gradliniges Action-Adventure, öffnete sich die Welt in Teil 2 deutlich. Teil Drei wiederum kommt nun als eine in sich geschlossene Welt im Stile eines „Metroid“ daher, welche im Prinzip als ein einziger, riesiger Dungeon verstanden werden kann, dessen Abschnitte sich uns nach und nach öffnen, wenn wir die zum Weiterkommen nötigen Fähigkeiten oder Gegenstände eingesackt haben.

Insofern stellt die Wegfindung einen nicht unerheblichen Teil des Spielerlebnisses dar, insbesondere, da ihr ohne Minimap auskommen müsst. Dafür ist die nun sehr vertikal und in vielen Ebenen aufgebaute Welt von den Designern so gestaltet worden, dass kaum zu übersehende Orientierungspunkte, wie zum Beispiel ein gigantischer Lebensbaum, dabei helfen, sich zurechtzufinden.

Das Leveldesign wirkt klug durchdacht und in sich schlüssig, jedoch macht die Technik keinen Stich gegen die aktuellen Grafikgranaten. Der Comic-Look ist freilich Geschmackssache, allerdings könnten die Texturen gerne noch eine ordentliche Schippe Details drauflegen und auch über flüssigere Animationen würden wir uns zum Release freuen.

Spieltechnisch sollen die Gegner in Teil Drei die härtesten sein, dafür in der Zahl aber geringer auftreten. Mit der Jagd auf die sieben Todsünden stehen Bossfights klar im Vordergrund. Einer davon stand im Zentrum der Vorführung auf der Gamescom. Dabei wich Fury den recht vorhersehbaren Angriffsmustern der wunderbar widerwärtig gestalteten Envy (Neid) mit eleganten Dodgemanövern immer wieder aus, um die Hexe im richtigen Moment mit ihrer Klingenpeitsche zu beharken.

Auch wenn es anders klingen mag, kam dabei noch nicht die erhoffte Dynamik auf, die man sich von einer wendigen Kämpferin wie Fury wünscht. Allerdings wird ihr Arsenal im Laufe des Spieles noch um einen Schwung Waffen und Magie ergänzt, welche die Kämpfe sicherlich abwechslungsreicher und taktischer gestalten.

"Darksiders 3" erscheint am 27. November 2018 für Playstation 4, Xbox One und PC.

Der lang ersehnte Auftritt der dritten Reiterin der Apokalypse hinterlässt hinsichtlich des Level-Designs einen durchdachten, in Sachen Gameplay jedoch einen etwas zu mutlosen Eindruck. Charakterdesign und Setting überzeugen, technisch bleibt noch Luft nach oben.