Ohne Fleiß kein Preis – und ohne Leid keinen Erfolg. So könnte man den Leitsatz der ersten beiden Teile dieses gefeierten Masochisten-Rollenspiels bezeichnen. Und alle wackeren Helden, die das überlebt haben, dürfen sich auf den dritten Akt des wohl härtesten Rollenspiels der Welt freuen. Denn Anfang 2016 wird mit Dark Souls III wieder kräftig geflucht, gestorben, aber es kommt eben auch zu wahren Gefühlsausbrüchen, wenn man übermächtig erscheinende Bosse auf den Boden geschickt hat. Wir haben uns bereits etwas in der düsteren Fantasy-Welt umgesehen und konnten schon sehen, wieso dieser Rollenspiel-Blockbuster wieder für Millionen virtuelle Heldentode sorgen wird. Wieso das auch im dritten Teil so viel Spaß macht, verraten wir euch in unserer Vorschau!

Darum geht’s:
Dark Souls III bietet wieder ein riesiges Abenteuer mit Action-RPG-Gameplay für belastbare Gamer, die echte Herausforderungen suchen. Dazu reist ihr im finalen Akt der Dark-Souls-Reihe an viele unterschiedliche Orte, die allesamt düster und bedrohlich wirken. Ihr schlagt euch durch finstere Kerker, Burganlagen, alte Gemäuer, verwinkelte Gassen oder Fantasy-Gebiete, die zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht offengelegt wurden. Es wird aber eine weitverzweigte Spielwelt werden, in der es darum geht, die drohende Apokalypse zu überleben. Da stellt man sich natürlich ganzen Horden an Untoten, Scheusalen sowie fetten Bossgegnern. Alles ummantelt mit der typisch beklemmenden Düsteratmosphäre. Denn die Furcht ist hier ein ständiger Begleiter in einer bedrohlichen Welt, wo an jeder Ecke der Tod auf den eigenen Helden lauert.



Das ist gut/schlecht:
Das, was bis dato zu sehen und anzuspielen war, zeigt uns, dass der japanische Entwickler From Software im Dark-Souls-Finale die Stärken der Vorgänger beibehalten hat und an einigen Stellschrauben Verbesserungen eingeführt hat. Der Reiz, diesen enorm hohen Schwierigkeitsgrad zu meistern, um am Ende bewiesen zu haben, dass man Mann und nicht Maus ist, bleibt erhalten. Auch dass man ohne richtiges Timing schneller ins Jenseits wandert, als man „Scheiße!“ schreien kann, gehört zum guten Ton des Spiels. Ungeduldige und wenig aufmerksame Spieler brauchen da gar nicht erst drüber nachdenken, in dieses Abenteuer einzusteigen.

Was positiv auffällt ist, dass unser Held um einiges agiler geworden ist. So sind Seitwärtsrollen oder Hechtsprünge wesentlich schneller und machen den kompletten Kampf flotter. Schneller sind auch einige Gegner geworden, die plötzlich auf einen zugestürmt kommen. Zudem ist der eine oder andere Feind abseits der Bossmonster nun noch gewiefter und knackiger zu bezwingen als zuvor. Generell erhalten Schilde wieder eine größere Bedeutung, denn Gegner mit Lanzen, Großäxten oder Speeren sind im dritten Teil ein ganz anderes Kaliber, die man nicht eben im Vorbeigehen erledigt. Da ist stellenweise ein Schild unumgänglich, um diese Art Gegner zu bezwingen oder sich aus dem Staub zu machen. Allerdings wird man nun wesentlich länger von den Biestern verfolgt. Neu dazugekommen sind übrigens Spezialangriffe, von denen es jeweils einen pro Waffe gibt. Nach den ersten rund 30 Minuten mit dem dritten Teil ist eines klar – die Kämpfe werden noch anspruchsvoller, die Bosse noch fieser! Genau das, worauf sich echte Dark-Souls-Helden diebisch freuen.


Ersteindruck: Sobald man die finstere Fantasy-Welt betritt, fühlt man sich wie zu Hause. Zumindest wenn man die einen der Vorgänger gespielt hat. Es herrscht durchgängig diese überragende Bedrohlichkeit und die Angst vor dem Ableben des Helden. Die Feinde sind knackiger, der Held agiler und auch grafisch kann sich das Game absolut sehen lassen. Ein angsteinflößender Spaß, der seinen Traditionen treu bleibt, aber so wie es scheint, mit den richtigen Justierungen ein geiles  Dark-Souls-Finale einläuten wird. Wir warten gespannt auf das Frühjahr 2016, wenn das Hardcore-Fantasy-Abenteuer für PC, PS4 und Xbox One seine Pforten öffnet!