From Softwares Fantasy-Rollenspiel Dark Souls 2 ist nichts für Weicheier. Wo andere Spiele euch behutsam an die Welt und die Aufgaben heranführen, werdet ihr hier einfach ins kalte Wasser eines unerbittlichen Haifischbeckens geworfen. Nur tummeln sich hier statt Haie alptraumhafte Dämonen und statt Wasser ertrinkt in eurem eigenen Blut. Ihr glaubt jetzt sicherlich, dass sei  übertrieben, doch nach den ersten Minuten werdet ihr feststellen, dass Dark Souls 2 nicht auf Spaß aus ist. Und gerade das macht den Reiz aus.

Darum geht’s:

Viele Worte werden anfangs nicht über die Handlung von Dark Souls 2 verloren. Eigentlich erfahrt ihr nur, dass ihr verflucht seid. Den Rest müsst ihr euch zusammenreimen. Allerdings kommt ihr sehr bald auf den Trichter, dass dieser Fluch eine viel größere Bedrohung besitzt. Und so reist ihr durch die mystische Fantasywelt und kämpft gegen abscheuliche Monster und Dämonen. Während jeder Feind, der sich in diesem epischen Abenteuer in euren Weg stellt, eine ernsthafte Bedrohung darstellt, sind es doch die fiesen Bosse, die euer Blut in den Adern gefrieren lassen.
Dabei bleibt das Spielprinzip seinen Vorgängern treu: Anspruchsvolle Kloppereien, mit Fallen gespickte Wege und ein hoher Schwierigkeitsgrad lassen euch aus Frust in den Controller beißen. Am Ball bleiben werdet ihr trotzdem, da euch die Glücksgefühle beim Bezwingen einer hartnäckigen Passage direkt auf Wolke Sieben katapultieren.

Das ist gut:

Die grandiose Fantasywelt zieht euch von der ersten Sekunde an in den Bann. Es gibt zahlreiche Routen zum Erkunden, seltsame Charaktere zum Reden und unzählige Geheimnisse zu entdecken. Auch nach unzähligen Stunden werdet ihr noch Neues in dieser Welt finden. Zum anderen bleibt Dark Souls 2 immer fair. Wenn ihr wieder mal das Zeitliche segnet, dann ist es garantiert eure Schuld. Nur wer seine Feinde und die Umgebung genau studiert, wird hier überleben. Die clevere Einbindung der Mehrspieler-Komponente ist ein Markenzeichen der Serie: Hinterlasst Nachrichten für andere Spieler, die ihnen helfen oder sie ins Verderben schicken. Ihr könnt auch direkt in die Welt anderer reisen und ihnen unter die Arme greifen. Wer lieber seine teuflische Ader ausleben möchte, tötet andere Abenteurer einfach. Wunderschöne Schauplätze und ein fantastischer Soundtrack runden das Erlebnis nahezu perfekt ab.

Das ist schlecht:

So liebevoll und detailliert die Entwickler bei der Erstellung der Spielwelt waren, so schluderig ist bisweilen die technische Umsetzung. Wer Dark Souls 2 spielt, um visuell beeindruckt zu werden, wird schnell unglücklich. Zwar hat das Spiel grafisch durchaus seine Momente, hätte an vielen Ecken aber durchaus etwas Feinschliff vertragen können.

Wer sich auf dieses Abenteuer einlässt, sollte genügend Taschentücher parat halten. Dark Souls 2 wird euch garantiert brechen. Und dann noch mal, einfach weil das Spiel Gefallen daran findet, euch leiden zu sehen. Aber wer sich diesem Monster stellt, wird sich danach wie ein richtiger Held fühlen. Ein Rollenspiel-Meisterwerk – nur was für ganze Kerle.