Das ist schlecht:

Bereits auf dem PC gestalteten sich die einzelnen Areale optisch eher zweckmäßig und recht eng abgesteckt. Auf PSVR geht nun dazu noch der Detailgrad ein gehöriges Stück nach unten. Dazu kommt es immer wieder zu einer fehlerhaften Abfrage der Move-Controller, wenn ihr euch im Eifer des Gefechts mal wieder ungünstig vor der Playstation-Kamera positioniert.

Generell erfordert „Saints and Sinners“ auf Konsole viel Einspielzeit, da für ein PSVR-Spiel ungewohnt viele Knöpfe der Move-Controller belegt sind. Zudem fehlt einem, wie bei so vielen Spielen auf PSVR in denen man sich frei bewegen kann, schlicht und ergreifend ein Stick zum Laufen, der hoffentlich zum Standard der nächsten Move-Generation gehören wird.

Bis dahin funktioniert es so zwar auch, dennoch bleiben nicht nur in Sachen Optik die neidischen Blicke ins PC-Lager.

Hüben wie drüben fällt indes das teils krude Verhalten der KI auf. Während die Zombies machen, was sie sollen, reagieren menschliche NPCs teils durch Wände hindurch auf unsere Anwesenheit, während sie uns an anderer Stelle nicht zu bemerken scheinen, wenn wir direkt hinter ihnen stehen.

Da kann ein sorgsam geplanter Einbruch in eine Basis schon mal ein frustrierendes, weil gefühlt unverschuldetes Ende nehmen. Spätestens dann ärgert man sich auch über das strenge Speichersystem, welches euch nach jedem Ableben quasi an den Anfang der Mission zurückwirft.

Da man dabei auch noch seiner Ausrüstung beraubt wird, haben wir auf die mühselige und zeitraubende Rückeroberung unserer Sachen ganz einfach verzichtet und trotz langer Ladezeiten stattdessen einfach auf einen älteren Speicherstand zurückgegriffen. Im Sinne der Erfinder ist das sicherlich nicht.

Fazit:

Solche Spiele braucht das VR-Land! „The Walking Dead: Saints and Sinners“ schöpft aus den Vollen der spielerischen Möglichkeiten, welche nur die virtuelle Realität bieten kann, und verknüpft diese zu einem hochspannendem Survival-Abenteuer, das sich verblüffend authentisch und verdammt intensiv anfühlt. Dazu hat das Spiel mit einer rund 15-stündigen Kampagne auch noch ordentlich Fleisch auf den Rippen. Klare Kaufempfehlung also für alle PSVR-Besitzer mit starkem Magen.