Ohne allzu kompliziert daherzukommen, generiert das Upgradesystem ein äußerst motivierendes Gefühl von Progression in dem vergleichsweise linear gestalteten Spiel, das in den packenden Dogfights zur Höchstform aufläuft. Manch einer mag sicherlich die mangelnde Komplexität von „Chorus“ bemängeln, unserer Meinung nach ist eben das aber die größte Stärke: aufs Wesentliche konzentrierte Action alter Schule, die sich richtig gut anfühlt!

Und schick ist „Chorus“ außerdem: Die fünf Areale bieten optisch viel Abwechslung, garniert mit tollen Licht- und Partikeleffekten. Wenn ihr den Leistungsmodus wählt, jagt ihr zudem mit butterweichen 60 Bildern pro Sekunde selbst dann noch ruckelfrei zwischen Asteroiden umher, wenn um euch herum die Hölle los ist – ob ihr auf der PS5 oder der Xbox Series X unterwegs seid, macht da keinen Unterschied.

Die Gesichtsanimationen von Nara in den Zwischensequenzen sind zwar nicht unbedingt State-of-the-Art, aber man darf natürlich nicht vergessen, dass wir es hier nicht mit einem AAA-Titel zu tun haben, was sich auch am fairen Preis von 40 Euro bemerkbar macht.

Schade allerdings, dass das Budget offenbar nicht mehr für eine deutsche Synchro gereicht hat. Zwar machen die englischen Sprecher einen guten Job, jedoch fällt es nicht unbedingt leicht, im Eifer des Gefechtes den deutschen Untertiteln zu folgen. Das führte bei uns dazu, dass die eigentlich potente Story irgendwann zu einer Art Hintergrundrauschen verkam. Schade eigentlich.

Zu erwähnen sind abschließend noch diverse Bugs, die es uns immer mal wieder unmöglich gemacht haben, eine Mission zu beenden oder gar anzunehmen. Auch hatten wir den Eindruck, dass das Ritual der Sinne Ziele oder Sammelgegenstände nicht immer zuverlässig anzeigte. Zudem kamen uns Berichte von abstürzenden PS5-Konsolen und zurückgesetzten Spielfortschritten zu Ohren. Fraglos ärgerlich, aber freilich nichts, was sich nicht patchen ließe.

Fazit:

Wuchtige Weltraum-Action der alten Schule. „Chorus“ ist ein kompromisslos auf packende Dogfights ausgelegter Shooter, der bewusst auf komplizierten Simulationsballast oder komplexe Wirtschaftssysteme verzichtet – und macht seine Sache dabei richtig, richtig gut! Die Steuerung ist griffig, die Feinde sind anspruchsvoll, das Progressionssystem motivierend. Dazu sieht „Chorus“ auch noch recht schick aus. Zwar geht die an sich interessante Story im Eifer des Gefechtes etwas unter, das tut der spaßigen Kernkompetenz des Spieles aber kaum einen Abbruch.

„Chorus“ ist für PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox Series, Xbox One, Google Stadia, Amazon Luna und PC erhältlich.