Das ist gut:

Wenn ihr euch diese Bildschirmfotos anschaut und das Gefühl habt: Mann, dieses Spiel sieht wie ein Kunstwerk aus, so liegt ihr damit goldrichtig. Was die Entwickler von Dead Mage hier aus der Pixel Art herausholen, muss man mit eigenen Augen erlebt haben, um es zu glauben – der wunderschöne Art Style wird während dessen von einem ebenso ergreifenden Soundtrack begleitet. Besonders hervorzuheben ist in diesem Indie-Spiel aber die Stimme des Erzählers.

Gekonnt untermalt er mit volltönender Stimme (auf Englisch mit deutschen Untertiteln!) jede Entwicklung und bringt uns die Lore und die Hintergründe der Spielwelt näher. Apropos: An kritischen Stellen zwischen den Dungeon erfahren wir immer wieder neue und sehr intime Momente aus dem Leben der Bergsons, sodass uns die Familie rasch ans Herz wächst und wir mehr darüber erfahren (wollen), wer sie sind und warum sie kämpfen. Diese Liebe zum familiären Detail gilt auch für die Ebene der Charakterentwicklung:

Das hart verdiente Gold fließt etwa in die dringend benötigten Upgrades der Monsterschlächter und ihr Haus. Die verbesserten Attribute setzen sich jedoch quasi genetisch durch die ganze Familie fort, was immer ihr aufwertet, erhalten alle Mitglieder: erhöhte Beweglichkeit, verbesserte Chancen auf kritische Treffer oder mehr Zähigkeit. Eine fantastische Idee der Entwickler, denn so spielt ihr nicht zwangsläufig nur mit euren Favoriten, sondern könnt auch einige der vernachlässigten Bergsons im späteren Spielverlauf nutzbringend einsetzen. Einfach toll. Auch in technischer Hinsicht ist das Spiel rund, auf dem PC hatten wir in unserer Testversion nicht einmal mit Abstürzen oder Bugs zu kämpfen. Genretypisch gewinnt „Children of Morta“ enorm, wenn ihr gemeinsam im lokalen Koop-Modus antretet.