"Capcom Home Arcade" im Test – Warum sollten nur Konsolenhersteller kleine Retrokisten auf den Markt werfen dürfen, wenn große Entwicklerhäuser selber über ein namhaftes Spieleportfolio vergangener Tage verfügen, das es ebenso verdient hat, per HDMI-Kabel auf moderne TV-Geräte gebracht zu werden? Das dachte man sich wohl auch im Hause Capcom. Zwar hat man dort keine Konsole in petto, ein passendes Gehäuse zu basteln sollte dank der langjährigen Spielhallenerfahrung aber ja wohl das kleinste Problem sein.

Und wenn man sich schon nicht an einem ikonischen Vorbild wie dem Mega Drive oder Super Nintendo abarbeiten muss, kann man doch eigentlich auch gleich das Wörtchen MINI aus dem Konzept streichen, um einen robusten Arcade-Stick für ein … „Ach komm, machen wir gleich zwei Spieler!“ … zu realisieren. Et voilà: Die „Capcom Home Arcade“ ward geboren.

16 Klassiker, die Capcom zwischen 1988 und 2001 auf den hauseigenen Arcade-Boards CPS1 und -2 in die Spielhalle brachten, sind auf dem Gerät vorinstalliert, das sich ganz dem authentischen Arcade-Flair verschrieben hat. Entsprechend wertig kommen dann auch die JLF-TP-8YT 8-Wege-Sticks und die OBSF-30-Buttons aus dem Hause Sanwa daher. Wer mit den Namen und Bezeichnungen nichts anfangen kann: Die Dinger werden tatsächlich in Spielhallen verbaut und sind damit quasi unverwüstlich!