„Call of Duty: Vanguard“ im Test für PS5 und Xbox Series X – Mit „Vanguard“ kehrt die „Call of Duty“-Reihe (abermals) zu ihren Weltkriegswurzeln zurück. Statt auf Hightech-Ausrüstung einer modernen Kriegsführung müsst ihr euch hier also wieder auf altmodische Schießprügel und die eigenen Augen verlassen. Ob das immer noch Spaß machen kann, verrät euch unser Test.

Darum geht’s:

Gemäß der erstaunlich konsistenten Serientradition, wurde „Call of Duty: Vanguard“ auch in diesem Jahr auf drei Säulen erbaut: der Kampagne, dem Multiplayer- sowie dem Zombie-Modus.

Erstere wird tendenziell eher als eine Art Dreingabe oder gar Tutorial abgenickt, verdient aber von daher besondere Beachtung, als dass eine Singleplayer-Kampagne dieser Tage nicht mehr als selbstverständlich gilt. So richtete sich „Black Ops 4“ beispielsweise ausschließlich an die Mehrspieler-Fraktion, und auch das demnächst anstehende „Battlefield 2042“ verzichtet auf Singleplayer-Inhalte.

Eine Entscheidung, die mit Blick auf den steigenden Online-Fokus verständlich erscheint. Nicht umsonst ist der einstmals eher als Scherz zu verstehende Zombie-Modus als Koop-Erfahrung in Sachen Beliebtheit schon längst an der Kampagne vorbeigestürmt – zumal diese traditionell alljährlich viel Kritik einstecken muss.

Mit „Black Ops – Cold War“ wollte man im letzten Jahr von daher etwas mehr Abwechslung bieten, und das Micheal Bay’sche Krach-Bumm-Korsett, für welches „CoD“-Kampagnen berühmt-berüchtigt sind, etwas aufschnüren – mit Erfolg.

Da das Setting des Zweiten Weltkrieges wohl nicht nur nach Meinung des Verfassers hingegen reichlich ausgelutscht ist, entschied man sich für „Call of Duty: Vanguard“, die Geschichte der quasi ersten Spezialeinheit der Welt zu erzählen – einem bunt zusammengewürfelten Haufen aus Kriegshelden verschiedener Länder, die auf realen Vorbildern basieren.

Im Zuge eines Einsatzes in Berlin kurz vor Kriegsende, der zum Ziel hat, eine geheime Nazi-Operation namens „Phönix“ aufzudecken, wird der Trupp geschnappt und muss sich im Gefängnis der Befragung sadistischer Nazis stellen. Allen voran Oberst-Gruppenführer Hermann Wenzel Freisinger, der nach dem Selbstmord Hitlers seine Zeit als gekommen sieht.

Von dieser Hauptstory zweigen weitere Nebenstränge ab, welche die Kriegsgeschichten der einzelnen „Vanguard“-Mitglieder in Rückblenden näher beleuchten: Der britische Anführer Arthur Kingsley muss sich nach einem misslungenen Absprung in der Normandie einem hoffnungslos erscheinenden Kampf stellen, die russische Scharfschützin Polina Petrova verliert in Stalingrad ihren Vater, der amerikanische Top-Pilot Wade Jackson fliegt in Midway und Hitzkopf Lucas Riggs sprengt in Afrika allerlei Dinge in die Luft.