Zeiten und Geschmäcker ändern sich. Wer hätte seinerzeit nach dem wegweisenden "Call of Duty: Modern Warfare" schon gedacht, dass die Serie eines Tages den Solo-Modus in Form einer spielbaren Story mit viel Michael-Bay-Flair komplett kippt?! War nicht gerade diese alljährliche Achterbahn-Fahrt im Explosions-Vergnügungspark das große Aushängeschild der Serie? Spätestens seit eine jüngere Generation das Ruder übernommen hat, eben nicht mehr. Und genau deshalb setzt das neue „Call of Duty: Black Ops 4“ voll auf Multiplayer.

Darum geht's:

Im Prinzip erwerbt ihr mit dem Kauf von „Black Ops 4“ gleich drei Spiele in einem. Logischerweise wäre da zunächst einmal der „klassische“ Multiplayer-Modus, wie man ihn schon seit Jahren kennt und liebt, mit seinen Spielvarianten Team-Deathmatch, Hardpoint, Domination, Search & Destroy, Kill Confirmed, Free-for-All sowie den zwei Neuzugängen Heist und Control, auf die wir später näher eingehen werden. Gespielt wird dabei auf 14 knackigen Karten, darunter wie üblich auch einige bekannte Klassiker aus vorherigen Serienteilen.

Spiel Nummer Zwei wäre dann der Zombie-Modus. Einst nur ein kleiner Bonus, hat sich die beliebte Untoten-Hatz mittlerweile zur vollwertigen Koop-Kampagne entwickelt, die diesmal nicht nur eine, sondern gleich drei (für Käufer des Season-Passes gar vier) Episoden umfasst, und abermals auf schrägen Humor im morbidem Ambiente setzt.

Dominantes Herzstück des aktuellen „Call of Duty“-Paketes stellt jedoch „Blackout“ dar, ein stark vom Genre-Urvater „PUBG“ inspiriertes Battle-Royal-Massengefecht mit bis zu 100 Spielern. Für alle die vom It-Girl unter den Shooter-Modi noch nichts gehört haben: Ihr springt über einer weitläufigen Map aus einem Hubschrauber ab, begebt euch nach der Landung auf die Suche nach Ausrüstung und bekämpft euch solange, bis nur noch einer am Leben ist. Der Clou dabei ist, dass sich die Spielfläche durch eine immer kleiner werdende, tödliche Kuppel zunehmend verengt. Klingt simpel und ist es im Prinzip auch, ist aber irre erfolgreich.