Flog der erste Serienteil noch etwas unter dem Radar, definierte spätestens „Borderlands 2“ das Genre des Loot-Shooters. In einer Zeit, als die meisten Beutejäger noch mit Klinge und Magie unterwegs waren, schaffte sich die rotzfreche Comic-Ballerei eine eigene Nische, die neu zu besetzen in den folgenden Jahren keiner anderen Marke gelingen sollte. Zwar boomten kooperative Loot-Shooter und entwickelten das Genre konsequent weiter, auf den überdrehten Charme des anarchischen Space Western mussten wir jedoch viel zu lange verzichten. Ob das brandneue „Borderlands 3“ die viel zu lange Wartezeit auf einen Nachfolger vergessen machen kann, verrät euch unser Test.

Darum geht’s:

Bei „Borderlands“ handelt es sich um einen Ego-Shooter in Cel-Shading Optik, der sich zu keinem Zeitpunkt allzu ernst nimmt. Teil 2 ist legendär für seinen schrägen Humor, denkwürdige Charaktere und vor allem die absurde Anzahl möglicher Waffen. Da diese aus zig Modifikationen generiert wurden, ging die Zahl in die Millionen. Im Falle von Teil 3 ist sogar von mehreren Milliarden die Rede.

Jener siedelt sich zeitlich einige Jahre nach den Ereignissen des zweiten Teils an, und ihr startet abermals in einer Wüste auf dem guten alten Planeten Pandora. Vier neue Kammerjäger stehen euch dabei als Spielfiguren zur Auswahl, um dem frischen Antagonistenpärchen in Form der durchgeknallten Zwillinge Troy und Tyreen Calypso nachzujagen.

Jene haben nämlich nicht nur eine sektenartig organisierte Armee, die „Children of the Vault“, hinter sich geschart, sondern auch noch eine Karte gemopst, welche die Position von überall in der Galaxis verteilten Schatzkammern voller Alien-Technologie verrät. Dass narzisstische Live-Streamer einer derartigen Macht habhaft werden, können wir natürlich nicht zulassen. Also macht ihr euch auf, den beiden das Handwerk zu legen. Planeten-Hopping inklusive.