Ende letzten Jahres durften wir im Zuge einer Veranstaltung zum Thema Playstation-VR „Blood & Truth“ bereits anspielen und waren von der opulenten Virtual-Reality-Schießbude begeistert. So groß die Enttäuschung, als wir auf Nachfrage erfuhren, dass wir noch Monate auf das ganze Spiel würden warten müssen, so groß die Freude, als wir nun endlich Hand ans fertige Werk legen durften. Ob der bislang größte Action-Blockbuster für Sonys Headset das geworden ist, was wir uns erhofft haben, verrät euch unser Test.

Darum geht’s:

Ähnlich wie den putzigen Robotern aus Minispielesammlung „The Playroom“ aufgrund der positiven Resonanz mit „Astro Bot“ ein komplettes Spiel zuteil wurde, basiert auch „Blood & Truth“ auf einem beliebten Frühwerk der Playstation-VR Ära. „The London Heist“ war damals Bestandteil der „VR Worlds“ und stellte mit einem kurzen aber intensiven Ausflug in die kriminelle Londoner Unterwelt eindrucksvoll unter Beweis, was in VR alles möglich ist. „Blood & Truth“ macht aus diesem Kurzfilm nun quasi einen vollwertigen Kinoabend.

Wir übernehmen die Rolle von Ryan Marks, einen Elitesoldaten der Special Forces, der nach einem Einsatz nach London heimkehrt, um gemeinsam mit Bruder, Schwester und Mutter den jüngst verstorbenen Vater zu beerdigen. Als Kopf eines mächtigen Familienunternehmens war dieser in allerlei kriminelle Machenschaften verwickelt, sodass dessen Dahinscheiden bei einem ruchlosen Gangster-Clan Begehrlichkeiten weckt. Unterweltboss Tony Sharp fackelt nicht lange und reißt die Firma gewaltsam an sich.

Das lässt sich die Familie Marks natürlich nicht einfach so gefallen und startet einen Rachefeldzug, der sich cineastisch wohl irgendwo zwischen James Bond und „Snatch“ einordnen ließe. Viel Tiefsinn solltet ihr dabei zwar nicht erwarten, dafür aber viele Explosionen, viele Waffen und viele denkwürdige Momente in VR!