Leider verschoben, erscheint Batman: Arkham Knight nun erst am 02. Juni 2015 für PC, PS4 und Xbox One. Ein Tag, dem wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegensehen. Denn zum einen freuen wir uns natürlich auf ein frisches Abenteuer mit dem schwarzen Ritter, erst recht, nachdem wir hinter verschlossenen Türen Probespielen durften. Doch leider hat Entwickler Rocksteady auch angekündigt, dass Arkham Knight das Finale der wohl besten Lizenzversoftung aller Zeiten darstellen wird. Die Qualität des Prequels 'Origins' aus anderem Entwicklerhause lässt natürlich optimistisch in die Zukunft blicken, aber zelebrieren wir zunächst einmal die Rückkehr des Originals!

Darum geht's

Ein Jahr ist vergangen seit den Ereignissen von Arkham City, welche mit dem Tod des Jokers ihr dramatisches Ende fanden. Man sollte meinen, Gotham sei nun sicher, aber wie das mit Superbösewichten so ist, wollen Scarecrow, der Pinguin, Two-Face und vor allem Harley Quinn vereint Rache nehmen. Also werden die leidgeprüften Einwohner Gothams an Halloween evakuiert, nachdem die Vogelscheuche mit der Zündung der über die ganzen Stadt verteilten Giftgasbomben droht. Zurück bleiben die Kriminellen, die Polizei, Batman und seine Gegenspieler. Allen voran der mysteriöse Arkham Knight und seine militante Gefolgschaft. Dieser namensgebende und demnach für die Story extrem wichtige Charakter, wurde von DC Comics eigens für das Spiel entworfen und entstammt somit keiner gedruckten Vorlage. Von daher lässt sich nur mutmaßen, wer in dem Kostüm steckt. Die Tatsache, dass auch der Arkham Knight Rache an Batman nehmen möchte, spricht aber schon mal dafür, dass sich ein bekanntes Gesicht hinter der Maske verbirgt. Wir tippen auf einen der vielen Robin und sind sehr gespannt, ob wir eines Tages mit den Worten „Wir haben es ja gewusst“ auf diesen Bericht verweisen können.

Das ist gut

Wir gehabt blicken wir dem Flattermann über die Schulter, während er im Vergleich zum Vorgänger ein fünf mal größeres Action-Adventure-Areal durchstreift. Davon bekamen wir in der Anspielsession natürlich noch nicht viel zu sehen, konnten uns dafür aber auf jeden Fall schon mal von der grafischen Qualität überzeugen. Und die ist beeindruckend. Batman und die Umgebung sind detailverliebt wie noch nie und erstrahlen in bisher ungekanntem Glanz. Alleine schon wie der Regen auf die Rüstung tropft und daran herabläuft, lässt uns einige Augenblicke innehalten und staunen. Und auch spielerisch flutscht es. Free-Flow-Kampfsystem: Check! Mit dem Greifhaken an Kanten emporziehen: Check! Mit dem Cape umherschweben: Check! Ja, das alles haben wir bereits ausgiebig trainiert, hilft uns aber in der Demo nicht, über diese kaputte Brücke zu kommen, um – wie von Commissioner Gordon aufgetragen, – Geiseln aus der Ace Chemicals Fabrik zu befreien. Zum Glück haben wir aber diesmal das Batmobil, die neben dem Arkham Knight größte Neuerung und heimlicher Star des Spiels.
Das Teil lässt sich jederzeit per Knopfdruck herbeirufen, und sogar in einen Kampfpanzer transformieren, wenn es gilt, größere Geschütze aufzufahren und auf engsten Raum zu manövrieren. Zudem verfügt es im Normalmodus über einen Greifhaken, welcher große Relevanz in den Rätseln einnimmt. Als wir zum Beispiel einen Fahrstuhlschacht erklimmen müssen, lenken wir das Batmobil fern, um die Kabine im Rückwärtsgang nach oben zu ziehen. Großartig! Und auch besagte Brücke überwinden wir, indem wir mit einem Teil des zerstörten Asphalts eine Rampe improvisieren. Derartige Situationen gab es in der Demo viele, sodass man davon ausgehen kann, dass wir unser neues Spielzeug recht häufig zum Einsatz bringen müssen. Getreu Batmans Kodex, seine Feinde nicht zu töten, feuert das Batmobil übrigens mit Gummigeschossen, welche sogar in eine Free-Flow-Combo mit eingebunden werden dürfen.

Das ist schlecht

Als wir im Zuge der Mission einen Haufen autonomer Panzer und Flugdrohnen zerlegen mussten, klappte das mit dem Batmobil zwar ganz gut, allerdings zog sich jene Sequenz etwas zu sehr in die Länge, sodass sich Ermüdungserscheinungen einstellten. Insofern hoffen wir, dass derartige Abschnitte nicht allzu inflationär implementiert werden und in mühseliger Fleißarbeit ausarten. Ansonsten gibt es nichts zu meckern. Abgesehen natürlich von der Release Verschiebung. An sich sollte Arkham Knight diesen Herbst erscheinen. Bis zum nächsten Sommer warten zu müssen ist echt ein Brett. Aber gut, wenn es der Qualität des Spieles dient …

Optisch fulminantes Finale der grandiosen Reihe. Neben dem namensgebenden Arkham Knight feiert auch das vielseitige Batmobil seinen Einstand, und avanciert sogleich zum heimlichen Star des Spieles. Leider müssen wir uns noch bis zum Sommer 2015 gedulden.