Auch im Videospiel-Bereich bleibt die Uhr nicht stehen – was heute als Rollenspiel gilt, hätte Zockern vor Jahren nur ein mildes Lächeln entlockt. Doch vereinzelt tauchen sie noch auf, die Oldschool-Rollenspiele mit Hardcore-Mechanik und klassischem Spielgefühl. Auch „Bard’s Tale IV: Barrow’s Deep“ greift auf solche Tugenden zurück – will aber Neulinge abholen. Ob der Spagat gelingen kann? Wir haben uns die Beta angeschaut und gehen dem nach.

Die Entwickler von inXile Entertainment riefen vor Jahren zu einem Kickstarter auf, die alte „Bard’s Tale“-Reihe mit einem offiziellen vierten Teil zu beglücken. Einem sogenannten Dungeon Crawler, ganz klassisch wie die „Bard’s Tale“-Vorgänger, „Lands of Lore“, Stonekeep oder „Eye of the Beholder“ in den 80er und 90er Jahren. In diesen Spielen führte man eine Heldengruppe durch Verliese.

Aus der Ego-Perspektive, wohlgemerkt, was für damalige Verhältnisse atemberaubende technische Leistungen waren. Nächtelange Gemetzel in schummrigen Gemäuern prägten für viele, was ein Rollenspiel am Computer ausmacht. Der Kickstarter war dementsprechend ein voller Erfolg – und das PC-Spiel nähert sich seiner Fertigstellung.

Worum geht’s?

In „Bard’s Tale IV: Barrow’s Deep“ verschlägt es uns als anfangs namenloser Held aus der Ich-Perspektive in die Stadt Skara Brae, die auch schon in den Vorgängern im Zentrum der Handlung stand. Zünftig geht es los, eine Fanatiker-Kult richtet vor unseren Augen Leute hin, die sich mit Elfen, Zwergen und anderen Nichtmenschen eingelassen haben – alles andere als sympathisch. Klar, dass wir uns im Verlauf der Handlung mit den Kultisten anlegen…

So verschlägt es uns nach wenigen Minuten zum Untertauchen in die Katakomben und Dungeons unter Skara Brae, wo wir langsam einem finsteren Geheimnis auf die Schliche kommen und für die Befreiung der Stadt und ihrer Bewohner kämpfen. Dabei sind wir in der Ego-Perspektive unterwegs, lösen knifflige Rätsel – die Desinteressierte auch deaktivieren dürfen – und fechten natürlich jede Menge Kämpfe aus.