Der Name „Bard’s Tale“ steht für Tradition, markiert der erste Teil der Reihe doch einen absoluten Klassiker und Mitbegründer eines eigenen Computerrollenspiel-Genres: des Dungeon-Crawlers. Nun, 33 Jahre nach dem ersten und 13 Jahre nach dem letzten Teil der Reihe, erscheint mit „The Bard’s Tale IV: Barrows Deep” ein neuer Teil. Ob er was kann?

Wir haben Schwert und Zauberbuch aus dem Schrank gewuppt, uns das Kettenhemd übergeworfen und uns für euch in schummrige Verliese und augenzwinkernde Dialoge gestürzt. Kann „The Bard’s Tale IV: Barrows Deep” an alte Tugenden anknüpfen und dabei moderne Spieler abholen, ohne seine Wurzeln als Hardcore-Dungeon-Crawler zu verleugnen? Spoiler-Alarm: Es kann!

Darum geht’s:

In der schottisch geprägten Fantasy-Stadt Skara Brae schlägt unser (möglicher) Protagonist Melody die Augen in der Ich-Perspektive auf. Eine Hinrichtung findet statt – ein Kult fanatischer Nichtmenschen-Hasser lässt gerade – wie passend – eine Heldengruppe über die Klinge springen, weil sie aus Elfen- und Zwergenfreunden besteht und das nun verboten ist. Bevor wir mit dem xenophoben Abschaum Ärger bekommen können, finden wir am Rand der Menge einen etwas wirren Barden namens Rabbie, der uns wegzerrt.

Besser so, denn die Kultisten des „Sword Fathers“, kurz: „Die Fatherites“, sind toleranten Naturen alles andere als wohlgesonnen und mausern sich in der Handlung rasch zum Gegner, hinter dem ein weit dunkleres Geheimnis schlummert. Die Story verschlägt uns flott in die Tiefen unter Skara Brae, wo wir mit weiteren (selbsterstellten oder vollvertonten Story-) Mitgliedern unserer Heldengruppe harte Kämpfe ausfechten und Rätsel lösen. 

Natürlich aus der stilbildenden Ego-Perspektive, die dieses Genre lange vor den Shootern großgemacht hat. Als Barde, magischer Wirker, Krieger oder Schurke legen wir unseren Charakter aus, wobei wir entweder bei Menschenfrau Melody bleiben oder in einer Taverne aus einer von sieben Kulturen wählen: Andere Menschenvölker sowie Elfen, Zwerge und ein Volk von Gnomen stehen zur Wahl. Danach verteilen wir drei Skillpunkte – und los geht das Abenteuer im Dunkel unter Skara Bae – und darüber hinaus.