Das ist schlecht:

Leider geht dabei aber gerne mal die Übersicht verloren. In den Gefechten kommt es nicht selten vor, dass die Kamera derart ungünstig positioniert ist, dass ihr euch auf dem Schlachtfeld gar nicht mehr wiederfindet. Vor allem, wenn ein ganzer Schwung Feinde und dann auch noch ein oder gleich mehrere Partner mit eigener Legion mitmischen. Zwar könnt ihr euch einen Kumpel dazuholen, und ihm mit einem zweiten Joy-Con im Koop-Modus die Kontrolle über eure Legion verleihen, dann wird die Nummer allerdings noch chaotischer.

Schade auch, dass euer Protagonist das gesamte Spiel über nichts sagt. Das ist nicht nur furchtbar altmodisch, sondern auch verwunderlich, wenn man bedenkt, dass euer Zwilling – je nach eurer eigenen Geschlechterwahl entweder Bruder oder Schwester – als passive Figur im Spiel durchaus eine Stimme hat. Und auch sonst gelingt es Platinum Games mit „Astral Chain“ nicht, die narrativen Sphären des hauseigenen „Nier: Automata“ abermals zu erreichen. Dazu bleiben die Figuren zu blass, der Plot zu unschlüssig und die Nebenaufgaben zu banal.

Furioses Action-Feuerwerk mit innovativem Kampfsystem. „Astral Chain“ belohnt euren Einarbeitungswillen mit ebenso spannenden wie spaßigen Gefechten in einer äußerst stilvoll inszenierten Scifi-Dystopie. Das beeindruckende Effektgewitter sucht auf der Switch seinesgleichen, allerdings geht dafür auf dem Schlachtfeld auch gerne mal die Übersicht verloren.

„Astral Chain“ ist exklusiv für Nintendo Switch erhältlich.