Nachdem das Interesse an der einst so erhabenen „Assassin‘s-Creed“-Reihe endgültig zu erlahmen drohte, gönnte man den Kreativen nach dem leidlich spannenden „Syndicate“ eine wohlverdiente Schaffenspause und wurde dafür prompt mit dem furios runderneuerten „Origins“ belohnt. Dem aktuellen „Odyssey“ gestand man nun jedoch abermals lediglich ein Jahr Entwicklungszeit zu, so dass die Frage erlaubt sein muss, ob Ubisoft hier nicht den gleichen Fehler wiederholt. Die Antwort darauf liefert euch unser Test.

Darum geht’s:

Für „Assassin‘s Creed: Odyssey“ dreht Ubisoft die Uhr noch mal ein gehöriges Stück zurück. Kenner fragen sich nun: Wie kann das sein? Markierte „Origins“ doch die Geburtsstunde der Assassinen und Templer, des vorherrschenden Themas der Reihe. Natürlich können und wollen wir an dieser Stelle nicht verraten, wie, wohl aber DASS der inhaltliche Bogen gespannt wird, und „Odyssey“ damit einen wohlverdienten Platz im Gesamtkontext der allumfassenden Geschichte einnimmt.

In dieser habt ihr zum ersten Mal die Wahl, ob ihr ein Männlein oder ein Weiblein ins Feld führt. Aber ob nun Alexios oder Kassandra, beide verdingen sich im 5. Jahrhundert vor Christus im antiken Griechenland als Söldner. Wer sich den Film oder den Comic „300“ zu Gemüte geführt hat, weiß in etwa, in welcher Epoche wir uns befinden, ist doch der große Spartanerkönig Leonidas höchstpersönlich unser Opa.

„Odyssey“ spielt folglich nach den von Frank Miller skizzierten Ereignissen und damit vor der Kulisse des peloponnesischen Krieges zwischen Athen und Sparta. Kämpft ihr zunächst noch für den, der am meisten zahlt, stellt ihr bald fest, dass eure Familie – von der ihr als Kind getrennt wurdet – in das … wir nennen es mal „Game of Thrones“ verwickelt war, welches zu den chaotischen Verhältnissen im Lande geführt hat. Und dann wäre da ja noch dieser verdächtige Kult, der mit Mächten herumspielt, von denen man wohl besser die Finger lassen sollte. Ihr kennt das ja…