Die Entwicklerschmiede BioWare wird dank narrativer Meisterwerke wie der „Dragon Age“-Reihe oder der ursprünglichen „Mass Effect“-Trilogie von ihren Fans fast schon kultisch verehrt. Doch nur weil man es auf den Olymp geschafft hat, heißt das nicht, dass man nicht auch wieder herunterpurzeln kann, wie das sehnsüchtig erwartete, letztendlich jedoch erschreckend seelenlose „Mass Effect: Andromeda“ eindrucksvoll bewies.

Die Ankündigung eines Online-Actioners im „Destiny“-Stil hat dem emotionalen Aktienkurs auch nicht unbedingt Aufschwung verliehen, zumal die Beta-Phase von „Anthem“ zunächst wenig Begeisterung aufkommen ließ. Doch das muss alles nichts heißen. Am Ende zählt schließlich nur, wie sich der Loot-Shooter in der finalen Version schlägt.

Darum geht’s:

In der Rolle eines sogenannten Freelancers schlüpft ihr in „Anthem“ in Javelin getaufte Kampfanzüge, die so auch aus Tony Starks Werkstatt stammen könnten. Entsprechend waffenstarrend, gepanzert und vor allem flugfähig, bewegt ihr euch frei durch die offene Welt einer Dschungelregion namens Bastion auf einem fiktiven Planeten, und erledigt allerlei Aufträge, wenn ihr nicht gerade in der Schmiede eurer Basissiedlung Fort Tarsis an euren Javelins schraubt.

Dabei treibt ihr entweder die rund 15 bis 20 Stunden lange Hauptkampagne voran, die euch in den Kampf gegen eine militante Gruppierung führt, geht in den aktuell drei verfügbaren Raids gezielt auf hochwertige Beutejagd, oder schweift frei in der von verstreuten Weltereignissen, mystischen Artefakten und fremdartigen Lebewesen durchsetzen Welt von Bastion umher.

Jene wurde der Legende nach mithilfe einer mysteriösen Energiequelle, der sogenannten Hymne, künstlich gestaltet, von ihren Erschaffern jedoch unfertig zurückgelassen. Entsprechend lebensfeindlich gestaltet sich die Umwelt, in der die letzten verbliebenen Menschen ihr Leben in wenigen befestigten Siedlungen fristen.