Das ist gut:

Das war „Ace Combat“-Fans wahrscheinlich schon viel zu viel Gelaber. Ihr wollt wissen, ob die Dogfights am Himmel wieder so viel Spaß machen wie früher? Oh ja, das tun sie! Und dazu sieht die Nummer auch noch so gut aus wie noch nie. In nahezu fotorealistischen Jets zieht ihr am Himmel eure Bahnen, vollführt am Heck einer feindlichen Maschine klebend spektakuläre Manöver, bohrt euch geradewegs durch düstere Gewitterfronten, nehmt im Sturzflug Raketenstellungen aufs Korn und lasst euch vom Pathos des tollen Soundtracks mitreißen.

Die 20 Missionen bietet dabei hinsichtlich der Zielsetzung und Optik viel Abwechslung. Mal tobt ihr euch schlicht in reinrassigen Dogfights über einem Gebirge aus, mal gilt es, einem Insel-Hafen im Zuge einer Offensive möglich viel Schaden zuzufügen, nur um euch dann wieder unter dem Radar geduckt, an Suchscheinwerfern vorbei durch eine enge Schlucht zu winden.

Generell schalten eure Standard-Raketen, von denen ihr eine beeindruckende Menge mitführt, Luft- und Bodenziele ab einer gewissen Entfernung automatisch auf, während ihr das Bordgeschütz manuell bedienen müsst. Spezial-Waffen können indes bis zu acht Gegner anvisieren und eignen sich stets gegen bestimmte Feindtypen. Hört also im Briefing genau zu, um Bewaffnung und Flieger der Situation anzupassen.

Im Laufe der Kampagne und der Mehrspielergefechte (Jeder gegen jeden oder Team-Deathmatch) verdient ihr für jeden Abschuss Punkte, mit denen ihr immer neue Flugzeuge, Waffen und Upgrades freischaltet. Letztere machen euren Flieger wendiger, lassen euch mehr Raketen mitführen, verbessern die Zielaufschaltung oder schützen euch gar vor Vereisung.

Das Wetter ist nämlich nicht bloß ein äußerst ansehnliches optisches Schmankerl der ohnehin beeindruckenden Grafikkulisse, sondern wirkt sich auch auf die Flugeigenschaften eurer Maschine aus. So könnt ihr auf der Flucht vor einer gegnerischen Rakete eure Chancen in einer Wolkendecke zwar verbessern, doch sind eure Tragflächen erst einmal vereist, ist die Kontrolle stark eingeschränkt, während Blitzschlag sogar die Elektronik lahmlegt.

Die tollen Wettereffekte kommen in der Cockpitperspektive ganz besonders schick rüber, erst recht, wenn ihr im bislang playstation-exklusiven VR-Modus unterwegs seid. Zwar wird mit lediglich drei Missionen, die inhaltlich nicht mal etwas mit der Hauptkampagne zu tun haben, recht wenig Futter geboten, dafür ist die Immersion umso beeindruckender.

Einen starken Magen vorausgesetzt erlebt ihr hier dynamische Luftkämpfe aus einer derart dramatischen Perspektive, dass euch zuweilen die Luft wegbleibt. Optisch muss man dabei zwar hardwarebedingt Abstriche zur Hauptkampagne hinnehmen, daran werdet ihr jedoch keinen Gedanken mehr verschwenden, sobald ihr abgehoben seid.