Die Bild-Zeitung macht sich einfach keine Freunde – schon gar nicht in der Fußballwelt. Nun zeigt ein Holländer zur Freude aller, wie man den Dampfhammer rausholt und der Bild Paroli bietet! Geschehen auf der legendären Pressekonferenz des VfL Bochum, wo Verbeek nach allen Regeln der Kunst der Kragen geplatzt ist. Dabei sollte es nur eine stinknormale Pressekonferenz des Zweitligisten werden, um über den kommenden Gegner Arminia Bielefeld zu reden. Doch nach nur wenigen Minuten holte Trainer Gertjan Verbeek aus und war fast nicht mehr zu bremsen.

Den Stein ins Rollen brachte ein Journalist, der Verbeek fragte, ob er den Meistertitel als offizielles Ziel ausgeben habe. Ein guter Anlass für den charismatischen Holländer, eine beispiellose Wutrede zu starten und zwar mit Worten direkt auf die Zwölf. Die Zeitung hatte am Wochenende nämlich Verbeeks Aussage über den Meistertitel Bild-typisch „umgemodelt“.

Verbeek begann sein Wuttornado mit: „Das ist so unglaublich kindisch von Bild.“ und führte fort mit „Ich habe nicht gesagt, dass wir Meister werden.“ Um dem anwesenden Bild-Reporter die Gegenfrage zu stellen: „Warum schreibt ihr immer so eine Scheiße? Warum spielt ihr immer zwei Parteien gegeneinander aus?“ Es ging fröhlich weiter mit „… und ihr lügt auch noch. Das ist die Bild!", um sein Anti-Bild-Statment mit einem grollenden „Arschlöcher“ zu krönen. Er ließ ebenso durchblicken, dass er die Flüchtlingsaktion des Boulevardblattes für daneben hält und auch die meisten Fans die Bild-Aktion boykottieren.

Unter dem Hashtag #BildNOTwelcome gab es, nach provokanten Äußerungen von Chefredakteur Kai Diekmann auf Twitter, in der letzten Woche einen deutschlandweiten Shitstorm. Mehrere Vereine boykottierten daraufhin die von der Bild geplanten „Wir helfen“-Aktion darauf hin.  Zusätzlich waren in vielen Stadien der ersten und zweiten Bundesliga Transparente mit klarer Stellung gegen Deutschlands größte Tageszeitung zu sehen.