Ach ja, die wenig geliebte UEFA mit ihren immer neuen Ideen und angeblichen Fußball Innovationen. Dieses Mal geht es um Zeitstrafen, die man den Teams für Fouls aufbrummen will? Ja sind wir denn hier beim Eishockey? Im Detail möchte die Europäische Fußball-Union in der Zukunft gerne Zeitstrafen bei groben Foulspielen sehen. Genauer gesagt soll im Falle einer Spielerverletzung das gegnerische Team, das foulgespielt hat, für eine bestimmte Zeit dezimiert werden.

Demnach soll also der Übeltäter kurzfristig während der Partie am Spielfeldrand dem Geschehen auf dem Platz zuschauen. Diese Idee verriet UEFA-Schiedsrichter-Direktor Pierluigi Collina in Turin vor dem gestrigen Europa-League-Finale zwischen dem FC Sevilla und Benfica Lissabon. Er sagt, dass man bei den Regelhütern des IFAB (International Football Association Board) einen entsprechenden Antrag einbringen werde. Denn laut Collina ist das bisherige System unfair. Die Mannschaft, deren Spieler durch ein Foul verletzt vom Platz getragen werden und deren Rest in Unterzahl weiterspielen müsse, sei immer im Nachteil.

„Der Übeltäter hat in diesem Fall einen Vorteil", sagte Collina. Daher soll eine Zeitstrafe für Gerechtigkeit sorgen, solange ein Spieler am Rande des Spielfeldes behandelt werden würde. Unserer Meinung nach eine Schnapsidee, zumal nicht von der Hand zu weisen ist, dass dies in Zukunft einige Veränderungen für das Fußballspiel generell mit sich bringen würde. Zumal es wichtigere Probleme im Fußball gibt: wie das Problem mit den behämmerten Abseitsregeln, dem Einführen der Torlinientechnik oder einheitliche Schiedsrichterentscheidungen und so weiter und so fort.