UEFA: Gehaltsobergrenze nebst Luxussteuer geplant – Laut einem Bericht der englischen „Times“ steht vonseiten der Europäischen Fußball-Union (UEFA) ein Vorschlag im Raum, der eine Abschaffung des Financial Fair Play vorsieht und stattdessen eine Gehaltsobergrenze für Klubs forciert. Durch die Zahlung einer sogenannten „Luxussteuer“ soll jene aber überschritten werden können.

Die neuen Regeln sollen ab 2022 zunächst für drei Jahre gelten

Dem Plan zufolge sollen Vereine dann nur noch einen bestimmten Anteil der erzielten Einkünfte als Spielergehälter auszahlen dürfen. Angedacht sind dabei 70 Prozent, so wie es aktuell bereits in der spanischen Liga Usus ist. Überschreitet ein Gehalt diese Obergrenze, greift die Luxussteuer, die es an die UEFA zu entrichten gilt.

Das Geld, welches dabei zusammenkommt, wird dann wiederum an Klubs verteilt, die sich an die Regeln halten. Sollten Vereine wiederholt mehr Geld ausgeben als erlaubt, drohen Sanktionen bis hin zum Ausschluss aus europäischen Wettbewerben.

Auch der frühere Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge hatte sich kürzlich gegenüber der „Sport Bild“ für strengere Finanzkontrollen stark gemacht:

„Es existiert bereits in Form von Financial Fair Play. Es muss nur angepasst und stringenter eingesetzt und eingefordert werden.“

Financial Fair Play wurde vor elf Jahren eingeführt und regelt, dass die Klubs in den zurückliegenden drei Jahren das Defizit auf maximal 30 Millionen Euro beschränken müssen. Wird dies nicht durch externe Geldgeber ausgeglichen, kann es zu Sanktionen kommen.

Zuletzt war nach dem Wechsel von Lionel Messi zu Paris St. Germain Kritik am Geschäftsmodell des modernen Fußballs aufgekommen. Dieser musste den FC Barcelona verlassen, weil der Klub die Gehaltsobergrenze deutlich überschritten hatte. Der Klub aus Paris ist hingegen in der komfortablen Lage, zu großen Teilen von einem Ölmilliardär aus Katar finanziert zu werden.

Quelle: focus.de