Sportlichkeit im Sinne von Fairness, Vernunft und respektvollem Mittelalter trägt ihren Namen nicht umsonst – gerade im Sport sollte sie (logischerweise) an der Tagesordnung sein. Dass dem keineswegs so ist, sieht man an Videos wie diesem hier: Eine Gruppe Fußballer rastet während einer Entscheidung aus und stürzt sich als Meute auf den Unparteiischen, um ihn zusammenzuschlagen.

Die Hintergründe dieser Tat mögen ein nachvollziehbares Bild liefern – sie entschuldigen dennoch nicht, dass sich eine halbe Mannschaft zum Richter über Leben und Tod aufschwingt. Doch was war geschehen: Die indonesischen Clubs Persegres Gresik United und Persiwa Wamena standen in einem Match auf dem Rasen, als der Schiedsrichter einen kontroversen Freistoß pfiff.

Die Teams machten ihrem Unmut über die Entscheidung Luft, indem sie auf den Unparteiischen zu rannten und anfingen, auf ihn einzudreschen. Nach dem Vorfall lieferte Persiwas Trainer, Suimin Diharja, den „Grund“ für das Verhalten seiner Mannschaft:

„Ich denke, die [indonesische] Kommission zur Ausrottung von Korruption (KPK) muss auch im Fußball einbezogen werden. Oder etwa nicht? Denn es gibt hier eine Menge Mauscheleien. In diesem Spiel spielten zwei Mannschaften gut, doch das Match wurde von der Entscheidung des Schiedsrichters beeinträchtigt“, so der 59-Jährige. Sonst drohe dem Sport nicht weniger als „die Vernichtung des (nationalen) Fußballs“.

Sprich: Diharja und sein Team hielten den Unparteiischen für bestechlich – und der Coach heißt scheinbar die Taten seiner Spieler gut. Der Schiedsrichter kehrte später auf den Rasen zurück und pfiff das Spiel weiter. Er verhängte rote Karten über zwei Persiwa-Spieler.

Quelle: deadspin.com