In einer Zeit, in der nichts mehr sicher ist, in der Politiker dem Volke dreist ins Gesicht lügen und soziale Abgründe schier unüberwindlich erscheinen, in der Nachbarn sich bekriegen und die Jugend auf das Land spuckt, welches sie nährt … in einer solchen Zeit gibt es nur noch eine Sache, die uns alle eint. Ein kleiner Trupp stolzer Männer, so ikonisch wie eine Landesflagge, ein Banner, unter dem sich jeder sammelt, ob jung oder alt, ob arm oder reich: unsere Nationalmannschaft!

Viel Pathos, zugegeben, aber auch die Wahrheit. Laut einer Studie des ‚Institute for Sports, Business and Society (ISBS)‘ der EBS Universität für Wirtschaft und Recht mit dem Titel ‚Wir sind Nationalmannschaft‘, identifiziert sich die umwerfende Mehrheit von 94 % der Deutschen mit ihrer Nationalelf und deren vorbildlichem Auftreten. Diese Erkenntnis resümierte aus der ökonomischen und sportlichen Analyse der Nationalmannschaft der vergangenen 14 Jahre, dem  eigentlichen Zweck dieser Studie.

Demnach wirke die positive Ausstrahlung der Sportler vorteilhaft auf das Gemeinschaftsgefühl der deutschen Bevölkerung. Was die meisten ohnehin schon wussten, ist somit wissenschaftlich belegt.

Studienleiter Professor Dr. Sascha L. Schmidt hat es mit folgenden Worten treffend auf den Punkt gebracht: "In einer Zeit, in der tradierte gesellschaftliche, politische und soziale Institutionen an Bedeutung verlieren, erweist sich die Nationalmannschaft dank hoher Sympathiewerte und ihrer enormen gesellschaftlichen Reichweite als Fels in der Brandung".

Recht hat er!

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Quelle: Welt