Fußball-Fan zu sein scheint die Annahme mit sich zu bringen, seinen Idolen zusehen zu dürfen, wann immer man will. Ein Brite es mit dieser Einstellung übertrieben und sich damit gehörigen rechtlichen und finanziellen Ärger eingehandelt: Weil er Fans Zugang zu Pay-Per-View-Fußball des Anbieters „Sky“ über eine eigene Webseite ermöglicht hat. Illegal. Yusuf Mohammed aus Bristol wurde dafür zu einer Strafe von 16.000 britischen Pfund (umgerechnet knapp 18.100 Euro) verdonnert. Doch damit nicht genug, Mohammed muss zudem den finanziellen Schaden, den er bei Sky angerichtet hat, zivilrechtlich erstatten.

Außerdem muss er die Namen und Details der Kunden seiner Webseite herausgeben. Der Prozess war nach einer Ermittlung der Federation against Copyright Theft (FACT) angestrengt worden. FACT-Chef Kieron Sharp dazu: „Es sollte jetzt für jeden kristallklar sein, der illegal herunterlädt oder einen illegalen Stream schaut, dass es sich dabei keineswegs um eine Grauzone handelt, sondern dies schlicht ungesetzlich ist. Dieses Urteil soll anderen als Warnung dienen – egal, ob es sich dabei um eine Markenrechte verletzende Webseite, ein entsprechend technisch verändertes Streaming-Gerät oder einen illegalen Stream in den sozialen Medien handelt – all das ist Piraterie und verletzt Gesetze.“

Yusuf Mohammed soll an seiner Seite und den Übertragungen von Spitzenspielen gut verdient haben: So waren neben britischen Premier-League-Spielen auch Champions-League-Turniere unter „seinen“ Übertragungen, ebenso wie andere Matches und Sportarten. Kieron Sharp spielt mit dem Kommentar auf die Zunahme sogenannter „Fully loaded“-Kodi-Boxen an, die das Abspielen und Streamen illegal erworbener Materialen erlauben. Diese entsprechend vorbereiteten Geräte an sich sind in Großbritannien nicht illegal, die darauf enthaltenen Apps und Einstellungen hingegen sehr wohl. 

Quelle: ladbible.com