Der HSV in Zahlen: vier Punkte und 15 Gegentore nach fünf Spielen. Zu wenig für die Oberen des Hamburger SV, weshalb nach diesem kapitalen Fehlstart Trainer Thorsten Fink gestern vor die Tür gesetzt wurde.

Am späten Montagabend löste der Verein den bestehenden Vertrag bis 2014 mit sofortiger Wirkung auf. Eine Reißleine, die gezogen wurde, um den stetigen Fall des Traditionsklubs zu stoppen. Bereits im Laufe des gestrigen Tages zeichnete sich diese Trainerentlassung ab, als Sportchef Oliver Kreuzer mit den Worten „Was weiß ich, was morgen ist“, die Frage nach dem Trainer beantwortete.

Und schaut man nüchtern auf die vergangenen Wochen des HSV, ist die Entlassung des Ex-Bayern-Profis Thorsten Fink nachvollziehbar. Und das nicht erst nach der 6:2-Klatsche gegen Borussia Dortmund am vergangenen Wochenende. Vor allem das fehlende System muss man dem Trainer anlasten, der gegen den BVB sogar drei verschiedene Systeme ausprobierte. Natürlich ohne Erfolg und mit einem Team, das immer wieder während einer Partie in sich zusammenbricht.

Während sich Fink für seine Zeit beim HSV beim NDR mit den Worten „Ich bin stolz, hier gewesen zu sein die zwei Jahre. Ich habe einen tollen Verein trainiert.“ bedankte, zeigte sich van der Vaart überrascht: „Vor dem heißen Nordderby gegen Werder. Ich verstehe den Zeitpunkt nicht so ganz. Ich dachte, dass der Coach auch gegen Werder auf der Trainerbank sitzen würde.“

Jetzt gilt es für den Klub nach vorne zu schauen und eventuell mit neuem Wind von der Trainerbank, den Krisengipfel am kommenden Wochenende gegen Nordrivale Werder Bremen anzugehen. Auf der aktuellen Pressekonferenz zur Entlassung Finks konnte oder wollte Oliver Kreuzer noch keinen neuen Trainer bekannt geben: „Wir wollen zeitnah einen Nachfolger präsentieren. Aber dazu kann ich jetzt noch nichts sagen.“