Hamburger SV: Schließung des Volksparkstadions droht – Am 12. Mai 2018 stieg der HSV nach 55 Spielzeiten in der Fußball-Bundesliga ab. Seitdem kämpft der Hamburger Sportverein endlich wieder darum, aus der Zweiten Bundesliga in die Erste aufzusteigen. In diesem Jahr gilt der Traditionsklub aus dem Norden Deutschland als großer Favorit für einen Aufstieg in die Erste Liga. Doch nun droht Ärger aus einer ganz anderen Richtung.

Denn das Zuhause des HSV, das Volksparkstadion, ist in die Jahre gekommen und eigentlich ein Sanierungsfall. Dies wird nun für den Verein zum großen Problem. Laut Informationen von „Sport Bild“ hatte man in den letzten Jahren etliche, dringende Arbeiten am Stadion aus finanziellen Gründen aufgeschoben. Der finanziell angeschlagene Klub steckte in dieser Zeit das vorhandene Geld in den Etat des Kaders.

Im Worst-Case-Szenario droht Schließung des Stadions

Zudem hatte der HSV von der Stadt Hamburg für den Verkauf des Stadion-Grundstückes insgesamt 23,5 Millionen Euro erhalten. Diese hätten eigentlich in die Arena fließen sollen, wurde aber bereits investiert. Das Ganze könnte nun dazu führen, dass im Worst-Case-Szenario dem Volksparkstadion eine behördlich angeordnete Schließung droht. Das wäre für den Verein, der bei den Heimspielen auf ein volles Haus seiner Fans setzen kann, natürlich katastrophal.

Mit Blick auf das Volksparkstadion umfasst die lange Sanierungsliste unter anderem die Umstellung der Flutlichtanlage auf LED, was Kosten von rund 1,2 Millionen Euro umfasst. Hinzu kommen rund vier Millionen für die Erneuerung der veralteten Beschallungsanlage sowie rund 4,5 Millionen für die Modernisierung der Stadiontechnik. Der größte Sanierungsklotz ist aber die 40.000 Quadratmeter große Dachmembran.

Vertragsstrafe der UEFA möglich

Deren Erneuerung schlägt mit zwölf bis 14 Millionen Euro zu Buche. Sollte es dem HSV gelingen, all diese Baustellen erfolgreich zu bearbeiten, wartet aber bereits ein weiteres Problem auf den Verein. Denn das Volksparkstadion wäre auch danach noch nicht für den Einsatz bei der Europameisterschaft 2024 einsatzbereit. Hier verlangt die UEFA, dass am Stadion die Sanitäranlagen nachbessert werden und eine neue Klimaanlage her muss.

Der HSV hatte dazu schon einen Kompromissvorschlag eingereicht, der stationäre Toiletten und temporäre Kühlanlagen vorsieht. Sollte dies aber der UEFA nicht zusagen, droht dem HSV sogar eine Vertragsstrafe.

Quelle: welt.de