Der Hamburger SV befindet sich im Sturzflug in Richtung Abstieg. Seit dem vergangenen Wochenende auf dem letzten Tabellenplatz, versucht der HSV nun ein weiteres Mal die Reißleine zu ziehen. Doch nicht mit einem neuen Trainer namens Thomas Tuchel, der quasi schon auf der Matte stand, sondern mit Rückkehrer Bruno Labbadia! Eine kleine Sensation, denn ihn hatte nach der ganzen Tuchel-Diskussion wirklich niemand auf dem Zettel.

HSV-Boss Dietmar Beiersdorfer: „Wir haben uns zu diesem Schritt entschieden, weil wir die Trainerfrage für die wichtigste halten. Mit Bruno Labbadia haben wir einen starken und auch im Abstiegskampf erfahrenen Trainer geholt.“

Die HSV-Verantwortlichen reagierten somit auf die Hinhaltetaktik Tuchels, der sich hiermit wohl verzockt hat. Denn bis zum Sommer wollten die Hamburger mit einem neuen Trainer nicht warten, schließlich soll die aktuelle Katastrophensaison auf den letzten Metern noch irgendwie gerettet werden. Heißt, der neue Trainer soll das Ruder noch mal rumreißen und den ersten HSV-Abstieg der Bundesligageschichte verhindern. Labbadia löst Interims-Choach Peter Knäbel mit sofortiger Wirkung ab und steht bereits heute auf dem Trainingsplatz. Labbadia: „Ich erwarte volle Hingabe und Leidenschaft aller Beteiligten in den kommenden Wochen. Wir müssen uns jetzt schnell ein Erfolgserlebnis erarbeiten.“

Ob der HSV in den letzten sechs Bundesligaspielen noch zu retten ist, sei einmal dahingestellt. Aber immerhin könnte der neue Cheftrainer, der bereits von 2009 bis April 2010 in Hamburg auf der Bank saß, den benötigten neuen Impuls geben für eine Wende. Sein Vertrag läuft bis zum Sommer 2016 und gilt auch für die 2. Liga.

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