Ein Eigentor gehört wohl so ziemlich zu den schlimmsten Dingen, die einem Fußballer widerfahren können. Ein Trauma, das mit jeder Sprosse, die man auf der Liga-Leiter erklommen hat, an Dramatik zunimmt. Klar, sich die Beine zu brechen, ist für einen Profi auch nicht unbedingt schön. Aber im Gegensatz zu Pferden muss man immerhin nicht befürchten, deswegen erschossen zu werden. Bei einem Eigentor in einem wichtigen Spiel jedoch …

Ihr haltet uns für zynisch? Zugegeben, das sind wir auch. Das bringt der Job nun mal so mit sich. Aber wisst ihr noch, was 1994 während der Fußball-WM in den USA geschah? Damals schoss der kolumbianische Nationalspieler Andrés Escobar beim Vorrundenspiel gegen die Mannschaft der USA ein Eigentor zum 0:1, welches letztlich dazu führte, dass Kolumbien mit einem 1:2 aus dem Turnier ausschied.

Zurück in der Heimat wurde Escobar zwei Tage später in einer Bar in Medellin durch sechs Schüsse getötet. Es heißt, der Todesschütze Humberto Muñoz Castro – ein Bodyguard und Fahrer im Dienste mächtiger Drogenbosse – habe „Goooooooooooal“ gebrüllt, während er feuerte. Ob das Motiv nun Wut und Enttäuschung war, oder Castro im Auftrag der kolumbianischen Wettspielmafia gehandelt hat, kann bis heute nur gemutmaßt werden. Die Vermutung, dass das Eigentor ausschlaggebend für den Mord war, liegt jedoch verdammt nahe.

Wir hoffen, dass wir mit dieser Geschichte niemandem die Stimmung verdorben haben, und wünschen euch nun viel Spaß bei den zehn lustigsten Eigentoren aller Zeiten.