Der FC Bayern München ist ein einziges (Fußball)-Phänomen. Während es beim Verein selbst mehr als rund läuft, sieht sich Bayern-Präsident Uli Hoeneß derzeit jedoch mit der harten Realität abseits des Rasens konfrontiert. Zwar hatte sich der Münchner selbst wegen Steuerhinterziehung angezeigt, dennoch muss er nun vor Gericht erscheinen. Ihn selbst überrascht diese gerichtliche Anordnung.

Kommenden März muss sich Hoeneß vor Gericht verteidigen. Der erste Prozesstag wurde auf den 10. März festgelegt, wobei laut der Wirtschaftsstrafkammer drei aufeinanderfolgende Tage für das Verfahren festgelegt wurden. Neben Hoeneß selbst werden vier weitere Zeugen verhört.

Laut der Anklageschrift muss sich Uli Hoeneß für die Steuerhinterziehung von insgesamt 3,2 Millionen Euro verantworten. Im schlimmsten Fall muss der Bayern-Präsident mit einer Haftstrafe von unbekannter Dauer rechnen. Bereits 2012 wurde vom Bundesgerichtshof festgehalten, dass bei einer Steuerhinterziehung von über einer Million Euro eine zur Bewährung ausgesetzte Strafe ausgeschlossen ist.

Der FC Bayern München hatte unlängst bekanntgegeben, dass der gesamte Verein geschlossen hinter seinem amtierenden Präsidenten stehe. Wie das Ganze jedoch nach dem Verfahren aussieht, bleibt abzuwarten.

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