Ein Spieler lässt den gegnerischen Keeper ziemlich alt aussehen. Er legt sich den Ball direkt an der Linie des Kastens zurecht, um seinen Gegner durch ein lässiges Tor noch weiter zu verhöhnen. Das wiederum bekommt ein Teamkollege des Angebers mit – und drischt das Teil über die Linie. Gewonnen hat das Spiel keiner, verloren hat hier nur die Sportlichkeit. Schaut euch das Video an und urteilt selbst.

Was unterscheidet den Fußballer vom Leichtathleten? Beide brennen mit Leidenschaft für ihren Sport, doch wo der 100-Meter-Läufer allein alles gibt, handelt der Fußballer im Team. Sollte man zumindest meinen. Denn oftmals sind Fußballer auch – wie bei jeder Sache, an der Menschen beteiligt sind – Egomanen, Prahlhänse und Angeber. Dann ist es schnell Essig mit der Vorbildfunktion, insbesondere für den Nachwuchs. Vergessen scheint dann jeder Gedanke an sportliche Fairness …

Dabei lässt sich noch nicht einmal mit Gewissheit sagen, wer in diesem Video das größere Ekelpaket ist: Bei einem Spiel zwischen: Tupi und America-MG kam es zu diesen Szenen. Joao Ricardo hat gerade den gegnerischen Keeper alt aussehen lassen, da stoppt er sein sicheres Tor und positioniert das Leder tolldreist auf der Linie des Kastens. Es ist offenkundig, dass er versuchen will, den Ball mit der Hacke herablassend ins Tor zu schlonzen – für sein Manöver umgedreht hat sich Ricardo schon, kehrt dem Kasten den Rücken zu.

Teamkollege Flavio Caca-Roto hat jedoch eigene Pläne: Statt seinem Kameraden die Angeberschau durchgehen zu lassen, fetzt der torhungrige Stürmer Ricardos sicheren Ball kurzerhand unter dessen Fuß weg – und versenkt ihn. Genützt hat den beiden Angebern die Aktion wenig – das gegnerische Team holte dank eines bescheidenen Spielers, der lediglich auf den Namen „Mike“ hört, noch das 1:1 heraus.