Es soll ja Leute geben, die Fußballer per se für dumm halten. Denen sei gesagt, dass man schließlich nicht mehr studieren muss, wenn man bereits Millionen von Euro auf den Platz verdient hat. Abgesehen davon kann mangelnde Intelligenz auch ein Zeichen von Einsatzbereitschaft sein. Denn wie eine Studie belegt, wirken sich Kopfbälle negativ auf das Gehirn aus.

Wissenschaftler der University of Stirling konnten nachweisen, dass es bei Fußballern nach Kopfbällen aufgrund der Erschütterungen zu signifikanten Veränderungen der Hirnfunktion kommen kann. Anlass der Untersuchung waren bedenken, dass Gehirne von Fußballspielern und Einzelpersonen in anderen Kontaktsportarten dauerhafte Schädigungen erleiden können. Einige Mediziner vertreten nämlich die Meinung, dass der frühe Demenz-Tod des englischen Stürmerstars Jeff Astle im Jahr 2002 eine Folge zu vieler Kopfbälle gewesen sein könnte.

Und tatsächlich förderte eine Untersuchung seines Hirnes zutage, dass Astle unter einer sogenannten chronischen traumatischen Enzephalopathie (CTE) litt. Eine Erkrankung, die nur nach dem Ableben diagnostiziert werden kann und die auch schon bei erstorbenen amerikanischen Fußballern, Boxern und Rugbyspielern nachgewiesen wurde.

Ein Kopfball senkt Gedächtnisleistung

Zudem simulierte man mittels einer Abschussmaschine Eckstöße und ließ eine Gruppe von 19 Fußballspielern jeweils 20 Kopfbälle durchführen. Unmittelbar vor und nach der Übung testete man die Gehirnfunktionen und das Gedächtnis der Spieler, weitere Tests fanden nach 24 Stunden, nach zwei Tagen und weiteren zwei Wochen statt.

Dabei zeigte sich, dass bereits eine einzige Kopfballübung zu einer erhöhten Hemmung im Gehirn der Probanden führt und die Leistung des Gedächtnisses sich von 67 auf 41 Prozent verringert. Allerdings klang dieser Effekt innerhalb von 24 Stunden wieder ab. Um herauszufinden, ob wiederholte Kopfbälle dauerhafte Konsequenzen nach sich ziehen, sind laut den Forschern weitere Untersuchungen nötig. Zwar seien die bisher festgestellten Veränderungen nur von kurzer Dauer, könnten aber dennoch für die Gesundheit des Gehirns von großer Bedeutung sein.

Vor dem Hintergrund der großen Anzahl von Menschen, die auf dieser Welt Fußball spielen, betonen die Experten die Wichtigkeit weiterer Forschungen und hoffen, mit den dabei gewonnen Erkenntnissen neue Ansätze für die Erkennung, Überwachung und Prävention von kumulativen Hirnverletzungen im Sport zu eröffnen.

Quelle: heilpraxisnet.de