Wer erfolgreich ist, dem fliegen deshalb nicht automatisch auch die Sympathien seiner Mitmenschen zu. Das gilt nicht nur im Büro, sondern offenbar auch im Sport. Oder in diesem speziellen Falle: im Fußball. Das geht aus einer Studie des Marktforschungsunternehmens IRIS hervor, die vorrangig dem Zweck diente, den potentiellen Wert von Fußball-Klubs aus der Ersten und Zweiten Liga für ein mögliches Sponsoring zu ermitteln. Dabei wurde auch der Zu- oder Abgang an Fans verzeichnet, was zu interessanten Ergebnissen führte.

Denn wie die Befragung von 1.017 Fußballfans zwischen 16 und 69 Jahren zeigte, haben der FC Bayern München und Borussia Dortmund in der vergangenen Saison, was ihre Anhängerschaft betrifft, einiges an Federn lassen müssen. Trotz Meistertitel kehrten hochgerechnet 800.000 Unterstützer den Bayern den Rücken. Die meisten davon im Osten und Baden Württemberg.

Auf die Saison 2015/16 gerechnet entspricht das einem Fan-Verlust von 2,3 Prozent. Die Borussia kommt mit 1,2 Prozent noch vergleichsweise glimpflich davon und verlor dementsprechend circa 300.000 Fans. Am heftigsten traf es jedoch die Schalker, denen mit 700.000 Anhängern umgerechnet 2,5 Prozent den Rücken kehrten.

Interessanterweise konnte dafür ausgerechnet der gebeutelte und strauchelnde HSV ordentlich an Sympathie gewinnen und liegt im Beliebtheitsranking nun auf Rang drei hinter den beiden Top-Vereinen der Bundesliga. Der RB Leipzig freut sich über 1,1 Prozent an neuen Fans, doch am meisten Zulauf hat immer noch Eintracht Frankfurt mit 2,0 Prozent Zuwachs.

Quelle: goal.com