Der berühmt-berüchtigte Bayern-Dusel oder auch Bayern-Bonus, fast jeder Fußballfan hat diese Worte schon in den Mund genommen. Gerade wenn die Münchner mal wieder ein Tor in allerletzter Minute geschossen haben. Oder immer dann, wenn das eigene Team mit offensichtlichen Fehlentscheidungen für den FCB benachteiligt wird.

Wer das DFB-Pokal-Halbfinale zwischen den Bayern und Werder Bremen gesehen hat, weiß, wovon die Rede ist. Eine Studie hat nun belegt, dass es diesen Bayern-Dusel wirklich gibt und er kein Mythos ist. Es betrifft allerdings alle großen, namhaften Vereine wie Wissenschaftler nun herausgefunden haben wollen.

Schwache Teams werden benachteiligt!
In der Studie heißt es: „Spielt der FC Bayern München gegen eine Mannschaft, die in der „ewigen Tabelle“ keinen Spitzenplatz einnimmt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Elfmeter dem schwachen Team fälschlicherweise nicht gegeben wird, dreimal größer als im statischen Mittel“. Analysiert wurden Tor- und Elfmeterentscheidungen aus allen 4.248 Bundesliga-Partien zwischen 2000 und 2014. Die Forscher fanden heraus, dass es dabei satte 2000 aberkannte Tore gab und ganze 666 zu Unrecht gegebene Elfmeter.

Herausgefunden wurde aber eben auch, dass nicht nur die Bayern bevorzugt wurden, sondern generell jede Spitzenmannschaft Vorteile bei kniffligen Entscheidungen genießt. Schwächeren Teams wird hingegen wesentlich seltener ein Strafstoß zugesprochen, was laut der Studie mit 40 Prozent bewertet wurde. Einen Bonus genießen wiederum auch Heimmannschaften sowie Teams, für die es um richtig was geht. Wie etwa den Klassenerhalt.

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