Auch wenn es immer wieder viel Gemecker gibt, die Bundesliga ist und bleibt ein Wachstumsmarkt! In der Saison 2014/2016 legte die deutsche Elite-Fußball-Maschinerie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 5 Prozent zu und steigerte ihre Einnahmen damit auf satte 2,4 Milliarden Euro! Das geht aus dem 25. „Fußball-Finanzbericht“ hervor, den die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte präsentierte.

Nur beim unangefochtenen Spitzenreiter, der englischen Premier League, lief es demzufolge mit 4,4 Milliarden Euro und damit einem Plus von erstaunlichen 13 Prozent besser. Die Bundesliga landete im Ranking bereits zum neunten Mal hintereinander auf dem zweiten Platz. Platz Drei belegt die spanische Primera Division mit 2,1 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 6 Prozent entspricht. Dahinter folgen bei den Erlösen die italienische Serie A (1,8/+5) und Frankreichs Ligue 1 (1,4/-5).

Insgesamt stiegen die Gesamtumsätze des europäischen Fußballmarktes auf ein Rekordniveau von 22 Milliarden Euro, wobei die oben genannten „Big Five“ einem Anteil von 54 Prozent stellten und mit rund 12 Milliarden Euro über die Hälfte des Marktvolumens stemmten.

Ausschlaggebend für die Steigerung in der Bundesliga waren in erster Linie höhere kommerzielle Erlöse aus Werbung und Sponsoring. Diese machen allein knapp die Hälfte der Gesamteinnahmen aus, während der Anteil der Medienerlöse deutlich geringer ist – insbesondere im Vergleich zu England, Spanien und Italien“, sagte Karsten Hollasch, Leiter der Sport Business Gruppe bei Deloitte.

Ferner heißt es, dass sich das deutsche Oberhaus im Vergleich zu anderen europäischen Top-Ligen als wirtschaftlich vorbildlich präsentiere und trotz gestiegener Löhne und Gehälter ein vergleichsweise positives Verhältnis von Gesamtumsatz und Gehaltskosten verzeichne.

Der operative Gewinn der Bundesliga stieg im Vorjahresvergleich um ansehnliche 26 Prozent auf eine Rekord-Gesamtsumme von 316 Millionen Euro. Immerhin 11 von 18 Clubs agierten profitabel, im Jahr davor waren es nur 13 Vereine.